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#1
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Hallo,
ich hatte jetzt jahrelang nix mi Quark zu tun - muss jetzt aber bei der Anschaffung eines DTP-Programmes mitwirken. Könnt ihr mich auf den Pfad heben, da sich (auch aus Kostengründen) nun folgende Entscheidungen ergeben: 1. Sind die Versionen von Quark Mac und Quark PC nun endlich identisch. Also: kann ich einen Grafiker, der auf dem Mac gelernt hat, nun auch an einen PC setzen? (Bitte: Ich möchte keine Mac- vs. PC-Diskussion führen sondern überlege, ob wir einen vorhandenen PC nutzen können...) 2. Wie weit sind Quark und InDesign nun wirklich entfernt? Ich möchte mal nicht die Werbebotschaften lesen - sondern das von Praktikern hören... Vielen Dank für eure Hilfe grüße eric kubitz |
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#2
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Hallo,
eric kubitz schrieb: > Hallo, > > ich hatte jetzt jahrelang nix mi Quark zu tun - muss jetzt aber bei der > Anschaffung eines DTP-Programmes mitwirken. Könnt ihr mich auf den Pfad > heben, da sich (auch aus Kostengründen) nun folgende Entscheidungen ergeben: > > 1. Sind die Versionen von Quark Mac und Quark PC nun endlich identisch. Sie sind technisch nahezu identisch, es gibt einige plattformspezifische, auch im Dokumentformat. Das vielleicht am meisten hinderliche bei der Übernahme von Dokumenten der anderen Plattform ist die Auszeichnung von Schriften. Quark nutzt hier generell veraltete Methoden, die heutigen DTP-Ansprüchen eigentlich nicht mehr gerecht werden, so bspw. bei Outlines, Schatten, Kapitälchen etc. Ganz schlimm auf Mac-Quark sind die Fett- und Kursivknöpfe. Sie bewirken nach Steinzeitmanier eine elektronische Änderung des Schriftschnittes, was meist furchtbar aussieht und bei Belichtungen Ärger macht. Es gibt hier nicht die Möglichkeit wie in vernünftigen Programmen, dass dabei automatisch echte Auszeichnungsschnitte (eigene Schriften) benutzt werden. Auf Windows-Quark ist das besser gelöst, hier werden die echten Schnitte benutzt, so diese vorhanden sind. Das Problem kommt nun, wenn Dateien ausgetauscht werden, wo diese Knöpfe benutzt worden sind; Windows-Dokumente, bei denen eigentlich mit Schnitten gearbeitet wurden, sind auf dem Mac nun auch elektronisch verändert; Bei Macdokumenten auf Windows wird die elektronische Auszeichnung meines Wissens nicht in echte verwandelt. Das kann zu erheblichen Umbruchänderungen führen, außerdem gibt es Probleme bei Schrifteinbettungen, PDF-Erzeugung und Belichtungen. Zu kontrollieren ist das global über den Verwendungsdialog, was aber leicht vergessen wird, gewarnt wird nicht. Zumindest früher gab es noch den Unterschied, dass auf dem PC die Abbonentverwaltung, also die Erreichbarkeit der Erzeugerprogrammen von verknüpften Bildern nicht vorhanden war. Seit der Anpassung von Quark an Mac OS X ist dies dort zunächst auch verschwunden gewesen und wurde als Xtension nachgeliefert. Ich weiß nicht, ob diese auch auf PCs läuft. Bei der täglichen Arbeit ist der blödeste Unterschied sicher die Shortcutbelegung. Die ist zwischen den beiden Versionen komplett anders gestaltet und nicht änderbar. Ich weiß nicht, ob durch Quark 6.5 (7 ist auch schon angekündigt) entscheidendes bei diesen Sachen verändert worden ist. > Also: kann ich einen Grafiker, der auf dem Mac gelernt hat, nun auch an > einen PC setzen? Wenn Du mich nimmst ja. Bei anderen kann es Probleme geben ;-). Ich suche derzeit nach Beschäftigung, Du kannst Dich gerne bei mir melden. Ich pflege an beiden Systemen zu arbeiten und komme grundsätzlich mit beidem zurecht. Bei "klassischen" Setzern existieren nach meiner Beobachtung oft Berührungsängstte mit fremden Plattformen, die nicht selten mit mangelndem Anpassungswillen verbunden ist. Grundsätzlich sollte man das einkalkulieren. Ob allerdings PC- oder Macplattform verwendet wird, oder ob gar gemischt werden soll, hängt aber noch von vielen anderen Faktoren ab, die man im Einzelfall entscheiden sollte. Auch die Kostenbetrachtung kann dann zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Auch wenn Du ausführlichere Beratung benötigst, kannst Du Dich gerne an mich wenden. (Bitte: Ich möchte keine Mac- vs. PC-Diskussion führen > sondern überlege, ob wir einen vorhandenen PC nutzen können...) Kommt auf den PC und eure Anforderungen an. Grundsätzlich ja. > > 2. Wie weit sind Quark und InDesign nun wirklich entfernt? Es gibt eine relativ große Schnittmenge und dann sehr sehr viele Vorteile bei Indesign und einige wenige bei Quark, die aber in besonderen Fällen bedeutend sein können. Ich möchte mal > nicht die Werbebotschaften lesen - sondern das von Praktikern hören... Indesign - Quarkvergleiche gibt es sehr viele, nur ganz selten gewinnt Quark (hab allerdings noch nie davon gelesen). Du solltest schon genauer erzählen, was Ihr vorhabt. Torben |
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#3
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Hallo Torben,
Vielen dank für diese wirklich ausführliche Schilderung! Hilft mir weiter. Ich denke, man muss sich also genau immer dann Sorgen machen, wenn Dokumente zwischen Plattformen ausgetauscht werden sollen. Mit anderen Worten: Es ist auch nicht unerheblich zu wissen, was die Druckerei im Programm hat. Die möchten zwar eh nur PDFs - aber ich hätte auch nix dagegen, wenn die auch auf die Quarkdateien zugreifen können. Worum es uns geht? Wir werden im bayerischn Oberland ein Magazin (~ 32 bzw. 48 Seiten) produzieren. In Farbe, mit Bildern u.s.w.. Nun versuchen wir die komplexe Entscheidungen, auf welchem System arbeiten wir mit der Frage zu verknüpfen, WER macht das denn? Das hängt natürich beides zusammen... Deshalb meine Fragen. Meine E-Mail-Adresse ist übrigens eric. Ich freue mich natürlich auch über direkte Zuschriften, wenn es um mögliche Unterstützung geht ;-) grüße eric |
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#4
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Torben Anschau <anschau> wrote:
> Ganz schlimm auf Mac-Quark sind die Fett- und Kursivknöpfe. Sie bewirken > nach Steinzeitmanier eine elektronische Änderung des Schriftschnittes, was > meist furchtbar aussieht und bei Belichtungen Ärger macht. [...] > Bei Macdokumenten auf Windows wird die elektronische Auszeichnung meines > Wissens nicht in echte verwandelt. Das ist doch nur ein Scherz, oder? |
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#5
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Hallo Dieter,
Dieter Stockert schrieb: > Torben Anschau <anschau> wrote: >>>Ganz schlimm auf Mac-Quark sind die Fett- und Kursivknöpfe. Sie bewirken >>nach Steinzeitmanier eine elektronische Änderung des Schriftschnittes, was >>meist furchtbar aussieht und bei Belichtungen Ärger macht. [...] >>Bei Macdokumenten auf Windows wird die elektronische Auszeichnung meines >>Wissens nicht in echte verwandelt. >> Das ist doch nur ein Scherz, oder? Nein. Normalerweise werden diese Knöpfe ja auch nicht eingesetzt. Aber bei angelieferten Dokumenten gibt's immer wieder mal Leute die das nicht wissen. Ganz doof auch deshalb, weil das auf Windows ja ordentliche Ergebnisse liefert, auf Mac nicht. Ich kenne da z.B. so ein Phänomen bei einem Anzeigenumbruchsystem namens JJK, das auf Quark basiert, aber in Hinsicht auf Windows programmiert wurde (es läuft auf beiden Plattformen). Anzeigenvertreter können in ihrer Maske schon den gewünschten Text eingeben, der in einer Anzeige erscheinen soll. Dies läuft üblicher Weise auf Windows. Werden die Anzeigen über JJK Produktion aufgerufen, öffnet sich Quark mit der Anzeige im vorgesehenen Format und der eingegebene Text ist schon gleich drin. War beim Anzeigenvertreter noch alles richtig (bis auf dass der Text in Arial gesetzt wurde ...), sind allerdings nun die Texte in Quark elektronisch ausgezeichnet. Da die Schriftdarstellung in Quark unter Classic OS sowieso noch immer etwas pixelig aussieht, ist der Unterschied bei einer Times noch nicht mal besonders auffällig und kann vom unaufmerksamen Setzer leicht übersehen werden. Torben |
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#6
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Hallo eric noch mal,
eric kubitz schrieb: > Meine E-Mail-Adresse ist übrigens eric. Ich freue mich natürlich > auch über direkte Zuschriften, wenn es um mögliche Unterstützung geht ;-) Kurze Nachfrage: Ich hatte Dir eine PM geschickt. Hast Du sie erhalten? Torben |
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