hilpers


  hilpers > comp.* > comp.security.misc

 #1  
08.02.2007, 19:58
Andreas Grünewald
Man sieht zwar hier vereinzelt Hinweise zu Mac oder Ubuntu aber eher
zurückhaltend.

Sind in de.comp.security.misc haupsächlich Windows User die kein Linux
benutzten weil man dort nicht uneingeschränkt alle Applikationen
benutzen kann?

Wenn man in de.comp.security.misc mitließt und postet gehe ich davon aus
das man auf Computer Sicherheit wert legt. Daher wird auch Alternative
Software eingesetzt wie statt Internetexplorer den Firefox und so
weiter. Diese alternativen Programme die sicherer sind gibt es
allerdings meistens auch als Linux Versionen.

Das hier soll keine Auffoderung sein Linux zu nehmen. Mich würde es nur
interessieren warum Windows? Gilt das, richtig konfiguriert auch als
sicher genug?
 #2  
08.02.2007, 20:03
Lutz Donnerhacke
* Andreas Grünewald wrote:
> Sind in de.comp.security.misc haupsächlich Windows User


Es ist die Plattform mit den größten Problemen. Noch.

> Das hier soll keine Auffoderung sein Linux zu nehmen. Mich würde es nur
> interessieren warum Windows? Gilt das, richtig konfiguriert auch als
> sicher genug?


Selbstverständlich kann man mit Windows auch sicher arbeiten.

Der entzündliche Teil ist jedoch der verbreitete Irrglaube, die sei allein
eine technische Frage. Und das implizierst Du auch, wenn Du andeutest, Linux
sei sicherer.
 #3  
09.02.2007, 05:55
Ertugrul Soeylemez
Andreas Grünewald <tomtomtom> (07-02-08 21:58:32):

> Man sieht zwar hier vereinzelt Hinweise zu Mac oder Ubuntu aber eher
> zurückhaltend.


Würdest du einen Server auf Mac- oder Ubuntu-Basis aufstellen?


> Sind in de.comp.security.misc haupsächlich Windows User die kein Linux
> benutzten weil man dort nicht uneingeschränkt alle Applikationen
> benutzen kann?


Der Satz ergibt keinen Sinn.


> Wenn man in de.comp.security.misc mitließt und postet gehe ich davon
> aus das man auf Computer Sicherheit wert legt. Daher wird auch
> Alternative Software eingesetzt wie statt Internetexplorer den Firefox
> und so weiter. Diese alternativen Programme die sicherer sind gibt es
> allerdings meistens auch als Linux Versionen.


Sie haben meistens beim alternativen Betriebssystem ihren Ursprung.
Viele Programme, die du heute unter Windows benutzt, gab es vor nicht
allzu langer Zeit nur für Unix/Linux.


> Das hier soll keine Auffoderung sein Linux zu nehmen. Mich würde es
> nur interessieren warum Windows? Gilt das, richtig konfiguriert auch
> als sicher genug?


Richtig konfiguriert würde ich Windows als `vorläufig einigermaßen
sicher' betrachten. Nämlich so lange, bis der nächste peinliche
Software-Bug offiziell bekanntgegeben wird. Aber Microsoft braucht ja
glücklicherweise nur wenige Monate oder Jahre, um den Fehler zu beheben.

Spaß beiseite: Windows wird nur deshalb zu einem größeren Prozentsatz
verwendet, weil es jemanden gibt, der es geschickt verkauft, und weil es
`out of the box' läuft -- mehr oder weniger. Die Sicherheit steht dabei
an elfter Stelle oder später.

Dass so ein System aber nicht sicher sein kann, ist vielen unklar. Je
näher man der `out of the box'-Eigenschaft näherrückt, destoschlechter
wird die darunterliegende Qualität. Heutzutage gelten Benutzer, die
keine Desktop-Firewall oder keinen Viren-Scanner aktiv haben, als nicht
sicherheitsbewusst.

Was viele dabei nicht beachten: Wozu sollte ich mir zusätzliche
Software dazubesorgen (und ggf. auch noch bezahlen), nur weil Microsoft
es nicht fertigbringt, ein sicheres System auf die Beine zu stellen? Im
Übrigen: "Richtig konfigurieren" heißt so viel wie: "Antiviren und
Desktop-Firewall kaufen".

Die Sicherheit liegt zwar zu einem großen Teil am Benutzer, aber sie
beginnt doch immer bei der Implementierung. Und die ist lachhaft im
Falle Windows. Und vielleicht werden die jüngsten E-Angriffe auf
mittelständische Unternehmen [1] einige aufwecken.

Es stellen so wie so immer mehr Leute auf Linux um, auf Mac aber eher
weniger. Weniger Mac, weil dort vielleicht die Argumente Fehlen. Mac
ist zwar auch sicher, aber keiner ist da, um es zu verkaufen. Das ist
zumindest meine gängige Erfahrung.


MfG,
E.S.


Referenzen:
[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/84972
 #4  
09.02.2007, 06:35
Christoph Sternberg
Ertugrul Soeylemez meinte:

>Sie haben meistens beim alternativen Betriebssystem ihren Ursprung.
>Viele Programme, die du heute unter Windows benutzt, gab es vor nicht
>allzu langer Zeit nur für Unix/Linux.


Na, das "meistens" würde ich aber doch eher streichen wollen. Die von
mir bevorzugten Opera, Pegasus und Agent kommen von Windows bzw. DOS
und auch OpenOffice hat seine Quellen in StarWriter für DOS/Windows.
Pegasus und Agent git's nicht für Linux und Opera und StarOffice
wurden anschließend nach Linux portiert (und nicht umgekehrt).

Christoph Sternberg */\
 #5  
09.02.2007, 07:30
Thomas Dreher
Andreas Grünewald <tomtomtom> writes:

> Man sieht zwar hier vereinzelt Hinweise zu Mac oder Ubuntu aber eher
> zurückhaltend.


Bevor ich einen Neuling in ein andere OS einführe, erkläre ich ihm
lieber, wie er seines dicht bekommt. Ich selbst benutze hauptsächlich
FreeBSD oder Linux.

> Sind in de.comp.security.misc haupsächlich Windows User die kein Linux
> benutzten weil man dort nicht uneingeschränkt alle Applikationen
> benutzen kann?


Ich würde den Anteil der Windows-Benutzer unter den Regulars hier eher
auf unter zwei Drittel schätzen.

> Wenn man in de.comp.security.misc mitließt und postet gehe ich davon aus
> das man auf Computer Sicherheit wert legt. Daher wird auch Alternative
> Software eingesetzt wie statt Internetexplorer den Firefox und so
> weiter. Diese alternativen Programme die sicherer sind gibt es
> allerdings meistens auch als Linux Versionen.


Ja.

> Das hier soll keine Auffoderung sein Linux zu nehmen. Mich würde es nur
> interessieren warum Windows? Gilt das, richtig konfiguriert auch als
> sicher genug?


Das lässt sich so pauschal nicht beantworten.


Gruß

Thomas
 #6  
09.02.2007, 08:11
Oliver Schad
Andreas Grünewald schrieb:

> Das hier soll keine Auffoderung sein Linux zu nehmen.


Dieser Ratschlag hätte mit Sicherheit auch wenig zu tun.

> Mich würde es
> nur interessieren warum Windows?


Die ständigen Mitschreiber stellen nicht die meisten Fragen. Wir sind
dankbar, wenn jede Woche 5 neue Trottel sich in die NG verirren, die
wir treten können. ;-)

> Gilt das, richtig konfiguriert auch
> als sicher genug?


In wiefern sicher und wofür?

mfg
Oli
 #7  
09.02.2007, 09:06
Wolfgang Ewert
Christoph Sternberg wrote:

> Na, das "meistens" würde ich aber doch eher streichen wollen. Die von
> mir bevorzugten Opera, Pegasus und Agent kommen von Windows bzw. DOS


Mosaic wurde für X (X Window System) entwickelt und steht an der Wurzel
viele Browser (u.a. auch IE, da steht sogar noch der Copyright-Vermerk);
Pegasus, das hiess und heisst schlicht "mail", später auch elm und pine;
Agent, da war mir nn als erstes bekannt

> und auch OpenOffice hat seine Quellen in StarWriter für DOS/Windows.


Ok. da.

Wolfgang, der seinen agent wieder mit wine einrichten muss und daher
momentan mit knode postet.
 #8  
09.02.2007, 09:47
frank paulsen
Wolfgang Ewert <w.ewert2002> writes:

> Mosaic wurde für X (X Window System) entwickelt und steht an der Wurzel
> viele Browser (u.a. auch IE, da steht sogar noch der Copyright-Vermerk);
> Pegasus, das hiess und heisst schlicht "mail", später auch elm und pine;
> Agent, da war mir nn als erstes bekannt


Pegasus kommt von Novell Netware, hiess da pmail und funktionierte
ueber IPX (mailzustellung direkt nach SYS:MAIL/userid)

TCP/IP und SMTP wurden erst spaeter angestrickt.
 #9  
09.02.2007, 09:52
Christoph Sternberg
Wolfgang Ewert meinte:

>Mosaic wurde für X (X Window System) entwickelt und steht an der Wurzel
>viele Browser (u.a. auch IE, da steht sogar noch der Copyright-Vermerk);
>Pegasus, das hiess und heisst schlicht "mail", später auch elm und pine;
>Agent, da war mir nn als erstes bekannt


Ja klar, wenn man Ertugruls Aussage so versteht, daß es prinzipiell
erst Programme für *nixe gab, stimmt das. Ich hatte

|Viele Programme, die du heute unter Windows benutzt, gab es vor nicht
|allzu langer Zeit nur für Unix/Linux.

so verstanden, als habe es von ein und demselben Programm zuerst die
Linux- und dann die Windows-Version gegeben. Daß es für alles im
Internet zuerst *nix-Programme gegeben hat, ist ja nun trivial, das
ganze Internet hat schließlich seinen Ursprung in dem Umfeld.

Christoph Sternberg */\
 #10  
09.02.2007, 10:06
Wolfgang Ewert
frank paulsen wrote:

>> Pegasus, das hiess und heisst schlicht "mail", später auch elm und pine;


> Pegasus kommt von Novell Netware, hiess da pmail und funktionierte
> ueber IPX


Yup, und auch so genutzt.

Wolfgang
 #11  
09.02.2007, 11:10
Ertugrul Soeylemez
Christoph Sternberg <csternberg> (07-02-09 08:35:09):

> > Sie haben meistens beim alternativen Betriebssystem ihren Ursprung.
> > Viele Programme, die du heute unter Windows benutzt, gab es vor
> > nicht allzu langer Zeit nur für Unix/Linux.

>
> Na, das "meistens" würde ich aber doch eher streichen wollen. Die von
> mir bevorzugten Opera, Pegasus und Agent kommen von Windows bzw. DOS
> und auch OpenOffice hat seine Quellen in StarWriter für DOS/Windows.
> Pegasus und Agent git's nicht für Linux und Opera und StarOffice
> wurden anschließend nach Linux portiert (und nicht umgekehrt).


Ich meinte das so: Insgesamt sind fast alle heutigen Betriebssysteme
aus Unix-Ideen und auch -Quellen entstanden (inkl. Windows). Die
eigentlichen Anwendungsprogramme sind allerdings bei Unix geblieben, und
so hätten die Entwickler für die neuen Betriebssysteme komplett neue
Programme schreiben müssen.

Das haben viele aber nicht getan. Bis heute werden immer noch Programme
aus der Unix/Linux-Welt nach Windows portiert, weil sie einfach schon
ausgereift sind. Ob es nun Anwendungsprogramme oder Server-Programme
sind, spielt da keine Rolle.

Kurz: Lieber gut kopiert als schlecht erfunden. Denn man sieht es an
den neu erfundenen Programmen unter Windows. Die sind zum größten Teil
unbrauchbarer Müll, und man muss dafür dann auch noch bezahlen.


MfG,
E.S.
 #12  
09.02.2007, 12:34
Wolfgang Kueter
Lutz Donnerhacke wrote:

> * Andreas Grünewald wrote:
>> Sind in de.comp.security.misc haupsächlich Windows User

>
> Es ist die Plattform mit den größten Problemen. Noch.


Das wird wahrscheinlich auch noch solange so bleiben, wie es die Platform
mit der weitaus größten Verbreitung ist. Über 95% aller Rechner laufen
unter einer der diversen Windows-Versionen und sehr viele Benutzer sind
nicht gerade die Sicherheitsexperten. Also ist (und bleibt wohl auch noch
einige Zeit) Windows das bevorzugte Ziel für allerlei Angriffe. Inwieweit
Vista eine Verbesserung der Lage bringen wird, wird man sehen aber selbst
wenn Vista Verbesserungen bringt, werden die diversen älteren Win-Versionen
noch lange und zahlreich zum Einsatz kommen und auch zukünftig ein leicht
zu treffendes Ziel darstellen.

Wolfgang
 #13  
09.02.2007, 12:53
Stefan Heinecke
On 2007-02-08, Andreas Grünewald <tomtomtom> wrote:
> Sind in de.comp.security.misc haupsächlich Windows User die kein Linux
> benutzten weil man dort nicht uneingeschränkt alle Applikationen
> benutzen kann?


Schau Dir doch einfach den UserAgent-String an, bzw. lass ihn Dir anzeigen,
dann kannst Du dir selbst ein Bild verschaffen.
 #14  
09.02.2007, 16:26
Florian Gruber
Ertugrul Soeylemez schrieb:
>
> Heutzutage gelten Benutzer, die
> keine Desktop-Firewall oder keinen Viren-Scanner aktiv haben, als nicht
> sicherheitsbewusst.
>


Ich habe weder Virenwächter noch Firewall. Und hab außer SP1 auch keine
Patches auf meinem System installiert. Das einzige was mich vor dem
Internet "schützt" ist eine Fritz!Box. Und ich habe seit ich das System
aufgesetzt habe (3 Jahre in etwa) keine Erscheinungen eines Virus
bemerkt. (Und ich bin mir zu 99% sicher das da auch keiner ist.)
Dafür geh ich nur mit eingeschaltetem Verstand an den PC. Das wirds wohl
sein, mit der Fritz!Box.

mfg, Flo-der-nicht-Überall-draufklickt-und-Websites-vorsichtig-aussucht-rian
 #15  
09.02.2007, 17:17
Thomas Dreher
Florian Gruber <flo51> writes:

> Ertugrul Soeylemez schrieb:
> > Heutzutage gelten Benutzer, die
> > keine Desktop-Firewall oder keinen Viren-Scanner aktiv haben, als nicht
> > sicherheitsbewusst.
> >

>
> Ich habe weder Virenwächter noch Firewall. Und hab außer SP1 auch keine
> Patches auf meinem System installiert.


Wieso nicht? Soll das ein neuer Wettkampf werden?

Wer kommt mit dem kaputtesten System durchs Netz?

> Das einzige was mich vor dem
> Internet "schützt" ist eine Fritz!Box. Und ich habe seit ich das System
> aufgesetzt habe (3 Jahre in etwa) keine Erscheinungen eines Virus
> bemerkt. (Und ich bin mir zu 99% sicher das da auch keiner ist.)
> Dafür geh ich nur mit eingeschaltetem Verstand an den PC.


Offenbar nicht. Sonst wäre die Gurke auf dem aktuellen Patchstand.


Gruß

Thomas

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