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 #1  
09.03.2010, 13:54
Christian Müller
Hallo Group,

wenn ein Händler an einen privaten Käufer eine Sache verschickt,
muss er den Zugang beweisen.
Beim Paketversand kann das durch die Unterschrift beim Empfang
der Sendung geschehen.
Wie ist das bei der Nutzung einer Packstation?
Da gibt es ja keine Unterschrift.

Ist da der Versender aus der Haftung heraus, sofern er seinem
Transportunternehmen die Ware übergeben hat?


Gruß Christian
 #2  
09.03.2010, 14:41
Ludger Averborg
On Tue, 9 Mar 2010 15:54:16 +0100, Christian Müller
<spamalottomat> wrote:

>Hallo Group,
>
>wenn ein Händler an einen privaten Käufer eine Sache verschickt,
>muss er den Zugang beweisen.
>Beim Paketversand kann das durch die Unterschrift beim Empfang
>der Sendung geschehen.
>Wie ist das bei der Nutzung einer Packstation?
>Da gibt es ja keine Unterschrift.
>

Doch. da muss man auch auf dem Touchscreen mit dem Finger
unterschreiben.

l.
 #3  
09.03.2010, 15:01
Christian Müller
Ludger Averborg schrieb:

>>Wie ist das bei der Nutzung einer Packstation?
>>Da gibt es ja keine Unterschrift.


> Doch. da muss man auch auf dem Touchscreen mit dem Finger
> unterschreiben.


Entweder hast du einen Scherz gemacht, den ich nicht verstehe,
oder du meinst was anderes.
Ich habe beim Abholen von Sendungen bisher noch keine Unterschrift
geleistet.


Gruß Christian
 #4  
09.03.2010, 15:23
Ulkig F. Heidenarm
Christian Müller schrieb:

> Hallo Group,
>
> wenn ein Händler an einen privaten Käufer eine Sache verschickt,
> muss er den Zugang beweisen.
> Beim Paketversand kann das durch die Unterschrift beim Empfang
> der Sendung geschehen.
> Wie ist das bei der Nutzung einer Packstation?


> Da gibt es ja keine Unterschrift.


Doch - per Finger auf dem Display der Station
 #5  
09.03.2010, 15:26
Ulkig F. Heidenarm
Christian Müller schrieb:

> Ludger Averborg schrieb:
>
> >>Wie ist das bei der Nutzung einer Packstation?
> >>Da gibt es ja keine Unterschrift.

>
> > Doch. da muss man auch auf dem Touchscreen mit dem Finger
> > unterschreiben.

>
> Entweder hast du einen Scherz gemacht,


nein - habe es erst letze Woche so gehabt. War eine nach Hause
geschickte Sendung, die nicht zugestellt werden konnte und in der PS
gelandet ist. Mit Hinweiskarte im Briefkasten.

> den ich nicht verstehe,
> oder du meinst was anderes.


Nö - er meint schon richtig.

> Ich habe beim Abholen von Sendungen bisher noch keine Unterschrift
> geleistet.


Dann hast du mit deiner Packstationskarte + PIN abgeholt. Dann ist der
Vorgang auch gebucht.
 #6  
09.03.2010, 15:28
Ludger Averborg
On Tue, 9 Mar 2010 17:01:44 +0100, Christian Müller
<spamalottomat> wrote:

>Ludger Averborg schrieb:
>
>>>Wie ist das bei der Nutzung einer Packstation?
>>>Da gibt es ja keine Unterschrift.

>
>> Doch. da muss man auch auf dem Touchscreen mit dem Finger
>> unterschreiben.

>
>Entweder hast du einen Scherz gemacht, den ich nicht verstehe,
>oder du meinst was anderes.
>Ich habe beim Abholen von Sendungen bisher noch keine Unterschrift
>geleistet.
>

Ich habe bisher immer unterschreiben müssen.
Bist du "angemeldeter Kunde" bei der Packstation, war die Sendung an
(deine) Packstation adressiert oder hast du -wie ich- nur vom
Postboten so eine grüne Karte mit Barcode bekommen, dass eine Sendung
für dich bereitliegt?
Vielleicht ist das ja der Unterschied? Als gemeldeter Kunde musst du
dich ja irgendwie bei der Packstation einmelden, mit PIN oder
spezieller Karte oder was weiß ich. Dadurch bist du ja sicherer
identifiziert als durch eine Unterschrift.

l.
 #7  
09.03.2010, 15:54
Christian Müller
Ludger Averborg schrieb:

> Bist du "angemeldeter Kunde" bei der Packstation,


Ja.
Bisher gab es auch noch keinen Fall, wo eine Sendung in eine
PS hätte umgeleitet werden können, denn entweder lasse ich
direkt an die PS liefern oder die Sendung ist zu groß oder
es ist nicht DHL/DPAG, was die Sendung ausliefert.


> vom Postboten so eine grüne Karte mit Barcode bekommen


Das kannte ich bisher noch nicht.


> Als gemeldeter Kunde musst du dich ja irgendwie bei der Packstation
> einmelden, mit PIN oder spezieller Karte oder was weiß ich.


Mit PIN und Post-ID.
Die ID ist auf der Karte eingespeichert - allerdings wird die Karte
nicht gebraucht, um sich anzumelden.
Man kann die Post-ID auch eintippen. Die Karte nimmt einem nur das
Tippen ab:-)
Das ist in sofern erstaunlich, da die Karte wie eine Kreditkarte
aussieht: Mit hochgeprägter Schrift, Magnetstreifen und Unterschrift.


Aber OK, mir ist mein Gedankenfehler aufgefallen:
Ich habe übersehen, dass ich mich zwar an jeder beliebigen Packstation
anmelden, dann aber nicht jedes Fach öffnen kann.
Erst wenn eine Sendung für mich eingelegt wurde, kann ich genau dieses
eine Fach in dieser einen Packstation öffnen.
Die Packstationen sind ja am Netz von DHL angeschlossen, da die PS,
die eine Sendug für mich bekommen hat, eine eMail abschicken lässt.
Da die Sendung ja (trotz Adressierung an eine bestimmte PS) an jede
beliebige PS weitergeleitet werden kann, wird die Mail erst dann
veranlasst, wenn der Paketbote die Sendung einlegt.


Mir ging es um die Vorwegnahme des möglichen Vorwurfs, ich hätte eine
Sendung aus der PS entnommen, den Erhalt geleugnet und würde den
Händler veranlassen wollen, erneut zu liefern.


Gruß Christian
 #8  
09.03.2010, 15:54
Christian Müller
Ulkig F. Heidenarm schrieb:

> War eine nach Hause geschickte Sendung, die nicht zugestellt werden
> konnte und in der PS gelandet ist. Mit Hinweiskarte im Briefkasten.


Ah, wieder was gelernt.
Wie ist denn da der Wiedererkennungswert der Unterschrift, wenn man
mit seinem Finger unterschreibt?


> Dann hast du mit deiner Packstationskarte + PIN abgeholt. Dann ist
> der Vorgang auch gebucht.


Bisher habe ich das immer so gemacht.

Wenn der elektronische Vorgang mit PIN den gleichen (oder sogar höheren)
Wert hat, wie (als) eine Unterschrift, dann dürfte als Beweis des
Nicht-Erhalts ja auch die Packstation-History ausreichen, die man
als PS-Kunde online einsehen kann.


Gruß Christian
 #9  
09.03.2010, 18:37
Thomas Hochstein
Christian Müller schrieb:

> Wie ist denn da der Wiedererkennungswert der Unterschrift, wenn man
> mit seinem Finger unterschreibt?


Dank der Trägheit des Touchscreens gleich null. Ich habe nach den
Problemen beim ersten Mal danach nur noch drei Kreuze gemacht, das
wurde auch akzeptiert.
 #10  
09.03.2010, 19:33
Marion Scheffels
Ulkig F. Heidenarm <invali.de> schrieb:

>> >>Da gibt es ja keine Unterschrift.

>>
>> > Doch. da muss man auch auf dem Touchscreen mit dem Finger
>> > unterschreiben.

>>
>> Entweder hast du einen Scherz gemacht,

>
>nein - habe es erst letze Woche so gehabt.


Ihr habt beide recht, da ihr von zwei verschiedenen Sachen redet: dem
Versand direkt an die Packstation an einen Kunden mit einer Kundennummer
und die Benachrichtigung nach vergeblichem Zustellversuch auf der
Hausadresse.

Im Fall mit Kundennummer sollte die Zustellung an den Empfänger selbst
schon nachgewiesen sein - nur leider haben viele User kein Problem,
trotz des Verbotes ihre Daten an Dritte weiterzugeben. Einige Firmen
reagieren schon entsprechend, unter Anderem PayPal und Amazon.
Von einer rechtlichen Klärung ist mir nichts bekannt.

MarionS
 #11  
09.03.2010, 20:01
Ulkig F. Heidenarm
Thomas Hochstein schrieb:

> Christian Müller schrieb:
>
> > Wie ist denn da der Wiedererkennungswert der Unterschrift, wenn man
> > mit seinem Finger unterschreibt?

>
> Dank der Trägheit des Touchscreens gleich null.


Dann war das Terminal kaputt. Oder du hast Wurstfinger <g>

Ich konnte meine Unterschrift einwandfrei lesen.

> Ich habe nach den
> Problemen beim ersten Mal danach nur noch drei Kreuze gemacht, das
> wurde auch akzeptiert.


Das ist der Kiste wohl auch ziemlich egal was man da hinkrakelt.
 #12  
10.03.2010, 01:01
Horst Schnellinger
* Christian Müller <spamalottomat> [09-03-10 16:54]:
> Ulkig F. Heidenarm schrieb:
>
>> War eine nach Hause geschickte Sendung, die nicht zugestellt werden
>> konnte und in der PS gelandet ist. Mit Hinweiskarte im Briefkasten.

>
> Ah, wieder was gelernt.
> Wie ist denn da der Wiedererkennungswert der Unterschrift, wenn man
> mit seinem Finger unterschreibt?


Wahrscheinlich auch nicht höher wie der von dem Gekrakel, was auf den
Handheldgeräten der Paketboten ankommt, die einem gefühlte 20 ms unter
die Nase gehalten werden. Ich würde da meine eigene Unterschrift nicht
als solche erkennen.
 #13  
10.03.2010, 09:11
Ludger Averborg
On Wed, 10 Mar 2010 03:01:02 +0100, Horst Schnellinger
<schnellinger> wrote:

>* Christian Müller <spamalottomat> [09-03-10 16:54]:
>> Ulkig F. Heidenarm schrieb:
>>
>>> War eine nach Hause geschickte Sendung, die nicht zugestellt werden
>>> konnte und in der PS gelandet ist. Mit Hinweiskarte im Briefkasten.

>>
>> Ah, wieder was gelernt.
>> Wie ist denn da der Wiedererkennungswert der Unterschrift, wenn man
>> mit seinem Finger unterschreibt?

>
>Wahrscheinlich auch nicht höher wie der von dem Gekrakel, was auf den
>Handheldgeräten der Paketboten ankommt, die einem gefühlte 20 ms unter
>die Nase gehalten werden. Ich würde da meine eigene Unterschrift nicht
>als solche erkennen.


Fragt sich, ob da eine beliebige "Unterschrift" überhaupt eine für den
Transportführer entlastende Wirkung haben kann, wenn ihm gar keine
Unterschrift zur verfügung steht, mit der er vergleichen kann.

Bei der Bank habe ich im Zusammenhang mit der Kontoeröffnung meine
Person nachweisen müssen (Lichtild-Perso) und eine Unterschriftsprobe
leisten müssen (z. B. auch via Postident), die Kreditkarte habe ich
hinten unterschrieben, so dass dem Händler eine Unterschrift zum
Vergleich vorliegt. Aber wenn der Postbote bimmelt und da kommt eine
Person an die Tür und unterschreibt irgendwie: der hat doch gar keine
Möglichkeit zu überprüfen, ob das tatsächlich die Unterschrift des
Empfängers ist. Mir scheinen das alles nur Beschwörungsformeln zu
sein: wir halten irgend einen Anschein aufrecht, wird schon nichts
passieren. Bluot zi bluote, been zi beene . Merseburger Zauersprüche
eben.

l.
 #14  
10.03.2010, 13:34
Horst Schnellinger
* Ludger Averborg <ludger_averborg> [10-03-10 10:11]:
> On Wed, 10 Mar 2010 03:01:02 +0100, Horst Schnellinger
> <schnellinger> wrote:
>
>>Wahrscheinlich auch nicht höher wie der von dem Gekrakel, was auf den
>>Handheldgeräten der Paketboten ankommt, die einem gefühlte 20 ms unter
>>die Nase gehalten werden. Ich würde da meine eigene Unterschrift nicht
>>als solche erkennen.

>
> Fragt sich, ob da eine beliebige "Unterschrift" überhaupt eine für den
> Transportführer entlastende Wirkung haben kann, wenn ihm gar keine
> Unterschrift zur verfügung steht, mit der er vergleichen kann.


Keine Ahnung wie ein Gericht das im Zweifelsfalle werten würde, aber aus
meinem Verständnis heraus taugt das überhaupt nichts.

> Bei der Bank habe ich im Zusammenhang mit der Kontoeröffnung meine
> Person nachweisen müssen (Lichtild-Perso) und eine Unterschriftsprobe
> leisten müssen (z. B. auch via Postident), die Kreditkarte habe ich
> hinten unterschrieben, so dass dem Händler eine Unterschrift zum
> Vergleich vorliegt. Aber wenn der Postbote bimmelt und da kommt eine
> Person an die Tür und unterschreibt irgendwie: der hat doch gar keine
> Möglichkeit zu überprüfen, ob das tatsächlich die Unterschrift des
> Empfängers ist. Mir scheinen das alles nur Beschwörungsformeln zu
> sein: wir halten irgend einen Anschein aufrecht, wird schon nichts
> passieren. Bluot zi bluote, been zi beene . Merseburger Zauersprüche
> eben.


Hauptsache aus dem Auto raus, alles andere ist da anscheinend egal.
Ich hab keinen Namen an der Wohnungstür und könnte auch jedes Paket
hier im Haus als meines annehmen, klingeln tun die sowieso grundsätzlich
immer bei mir, weil erster Name am Klingelschild. Ich lass mir prinzipiell
nur noch direkt in die Packstation schicken, da komme dann wenigstens nur ich
mit Karte und PIN ran.
 #15  
11.03.2010, 21:54
Holger Pollmann
Christian Müller <spamalottomat> schrieb:

> wenn ein Händler an einen privaten Käufer eine Sache verschickt,
> muss er den Zugang beweisen.
> Beim Paketversand kann das durch die Unterschrift beim Empfang
> der Sendung geschehen.
> Wie ist das bei der Nutzung einer Packstation?
> Da gibt es ja keine Unterschrift.


Dann kann er eben den Zugang nicht beweisen, wenn es keine Unterschrift
und sonst nix gibt. Wo ist das Problem?
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