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#1
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Hi!
Welche praktischen Massnahmen sollen ergriffen werden, um ein Gerät mit einem Schaltnetzteil wie z.B. Meanwell PPS-125-24 (http://www.meanwell.com/search/PPS-125/pps-125-spec.pdf) SELV-Konform zu bauen? Abgesehen von kleinen Spannungen sprechen die Normen von "doppelter Isolierung zusätzlich zu Basisisolierung" oder "mit Schutzleiter verbundener Schirm" oder vom "Trenntrafo". Ist der Trafo in einem Schaltnetzteil ein Trenntrafo im Sinne der Norm? Wenn nein (wie in manchen Beiträgen im Netz zu lesen ist), warum sind dann die Steckernetzteile ("wall adapters") SELV-Konform, obwohl sie innen drinne oft auch als Schaltnetzteile gebaut sind? TIA, Igor. |
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#2
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"Igor "Knight" Ivanov" <knightigor> schrieb im Newsbeitrag
news:hma1 > oder vom "Trenntrafo". Ist der Trafo in einem Schaltnetzteil ein Trenntrafo im > Sinne der Norm? Ja, wenn er entsprechend gebaut ist. Bei 50Hz Trafos war die uebliche Bauweise ein 2-Kammer-Kern. Das ist wegen der schlechten magnetischen Kopplung bei Schaltnetzteilen unueblich, obwohl ich auch schon solche gesehen habe, allerdings nicht in SELV-Geraeten. Leitende geerdete Schutzfolie zwischen primaer und sekundaer ist mangels Schutzleiter kaum moeglich. Bisher wurden die Wicklungen mit Isolierfolien isoliert, 3 Folien mit jeweils ausreichendem 'creeping' und jeweils sowieso schon isolierter Kupferlackdraht haben gereicht. Inzwischen wird gar "triple insulated wire" akzeptiert, also einfach 3 mal lackierter Kuperlackdraht, bei dessen Montage aber vorsichtig gearbeitet werden muss um ihn nicht zu verkratzen. http://www.powerint.com/sites/defaul...-docs/an18.pdf Ich gehe mal davon aus, dass die Trafos zur Erlangung der notwendigen Pruefzeichen geprueft werden |
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#3
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Hallo Igor.
> Schirm" oder vom "Trenntrafo". Ist der Trafo in einem Schaltnetzteil ein > Trenntrafo im Sinne der Norm? "Trenntrafos" sind grundsätzlich alle Trafos mit komplet galvanischen Wicklungen. Also keine Spar- oder Autotransformatoren. Hier sind "Sicherheitstrenntrafos" gemeint. Das sind Trafos, wo die Wicklungen zusätzlich in getrennten Wickelkammern untergebracht sind. Diese "getrennten Wickelkammern" werden auch als zusätzliche Isolation verstanden, so das eine abgetrennte Wickelkammer auch z.b: ein zusätzlicher Isolierschlauch auf dem Wicklungsdraht sein kann, oder eine Kunststoff Bandage zwischen zwei Wicklungen. Ausschlaggeben ist die zusätzliche Isolierung, und welchen Dauer- und Stoßspannungen sie widerstehen kann. Vermutlich existieren auch noch Angaben über Temperaturbeständigkeit. > Wenn nein (wie in manchen Beiträgen im Netz zu > lesen ist), warum sind dann die Steckernetzteile ("wall adapters") > SELV-Konform, obwohl sie innen drinne oft auch als Schaltnetzteile gebaut > sind? Es gibt auch Schaltnetzteile, die trotz getrennter Wicklungen dort Probleme bekämen, z.B. ein SEPIC, weil dort noch eine Verbindung über den Kondensator bestände, oder weil die die Rückkopplung der Ausgangsspannung diesen Kriterien nicht genügt. SELV konforme Optokoppler sind eher selten. Grundsätzlich sind aber Schaltnetzteile als Trenn- und als Sicherheitstrenntransformatoren ausführbar, wenn die Topologie dies zulässt. "Step up" und "Step down" beinhaltet immer eine galvanische Verbindung und wäre z.B. darum ungeeignet. EMV und Störfestigkeit ist wieder ein anderes Kapitel. Mit freundlichem gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de |
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#4
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Igor "Knight" Ivanov schrieb:
> Welche praktischen Massnahmen sollen ergriffen werden, um ein Gerät mit > einem Schaltnetzteil wie z.B. Meanwell PPS-125-24 > ([..]) SELV-Konform zu > bauen? Zusätzlicher Trenntrafo! Dieses Netzteil erfüllt die Anforderungen von IEC EN 60664 für SELV nicht alleine. Gruß Dieter |
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#5
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Lieber Igor,
wie du siehst gibt es hier sehr viel Meinungen. Dies ist immer dann der Fall, wenn es um Normen geht. Es gibt hier, sofern keine keine Produktnorm gibt, einen gewissen Interpretationsspielraum. Aus Erfahrung ist es so, dass wenn etwas schief geht, es sowieso alle besser gewusst haben. Vorher sollte man sie nie fragen, da haben sie keine Ahnung, oder man erhält schwammige Aussagen. Meine Meinungen/Antworten zu deinen Fragen: Das Produkt entspricht UL60950-1 bzw. wurde nach EN60950-1 geprüft. Somit wurden die Isolationskoordinaten aus der EN60664 eingehalten und damit hat man schon einmal kein schlechtes Teil. In der EN60950-1 ist auch definiert wie ein Trafo (egal ob für ein Schaltnetzteil oder auch nicht) auszusehen hat. Für einen Serieneinsatz würde ich mir aber die Freigabe vom Hersteller holen, dies schafft Sicherheit. Anzugeben sind dann: Überspannungskategoerie des Geräts (Basisaussage: Industrie 3, Haushalt 2) Verschmutzungsgrad der Anwendung (Raum in dem das Netzteil installiert wird, normal 2) Der Leckstrom (ergibt sich aus den Filtern) ist mit max. 2mA auch nicht so ohne. Damit ist auch der Einsatzbereich eingeschränkt (meines Wissen ortsfeste Motorgeräte der Schutzklasse 1). Dies würde im übrigen auch deiner SELV Konfomität widersprechen. HTH lg Peter |
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#6
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Wiebus schrieb: > "Trenntrafos" sind grundsätzlich alle Trafos mit komplet galvanischen > Wicklungen. Du meintest sicher "galvanisch getrennten Wicklungen". Gruß aus Bremen Ralf |
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#7
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Hallo Ralf.
> > "Trenntrafos" sind grundsätzlich alle Trafos mit komplet galvanischen > > Wicklungen. > > Du meintest sicher "galvanisch getrennten Wicklungen". > Natürlich. Und ich wollte "komplet" eigentlich auch mit zwei t schreiben..... Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de |
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#8
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MaWin schrieb:
[..] > isolierter Kupferlackdraht haben gereicht. > > Inzwischen wird gar "triple insulated wire" akzeptiert, also einfach > 3 mal lackierter Kuperlackdraht, bei dessen Montage aber vorsichtig > gearbeitet werden muss um ihn nicht zu verkratzen. > > [..] > > Ich gehe mal davon aus, dass die Trafos zur Erlangung der notwendigen > Pruefzeichen geprueft werden Normalerweise in Stückprüfung mit der Stehstoßspannung. (steht auch irgendwo in der Norm - müßten so ca. 2-3kV für 230V Bemessungsspannung sein) Außerdem muss die Leiterplatte auf ausreichende Luft- und Krichstrecken dimensioniert sein, d.h. bei sicherer Trennung 5.5mm zwischen Netz- und berührbarem Stromkreis (230V). Dann dürfen keine Komponenten die Stromkreise verbinden, bei Widerständen (Schutzimpendanz) müssen diese die Stoßspannung für (ich glaube) 30s ohne abzubrennen aushalten. Die Schutzimpedanz ist ebenfalls in Stückprüfung zu prüfen. jan |
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