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#31
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Maik Zumstrull wrote:
> Jens Müller wrote: >> Das ist nicht das, was ich meine, deutlich andere Lage. Ich habe es > eben mit ein paar Minuten Google nicht finden können, vielleicht ist > meine Erinnerung falsch. Ich glaube, ich habe gefunden, was mir im Kopf herumschwirrte. Das ist allerdings nicht höchstrichterlich, sondern bloß LG München I, Urteil vom 25. 7. 2006, 28 O 5186/06. |
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#32
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Hi,
>> Anstatt Ursachenbekaempfung zu betreiben waehlen sie den Weg des >> geringsten Widerstands/Aufwands. > > Was wäre denn "Ursachenbekämpfung"? Wie verhindert man die Anfertigung > von Kinderpornographie im Vorfeld (außer durch Strafdrohung und > Strafverfolgugn)? indem man den Typen so lange den Schaedel einschlaegt, bis keiner mehr da ist. > Und was bringt Dich zu dem Gedanken, es werde kein - > erheblicher - Aufwand auf die Bekämpfung der Kinderpornographie und > entsprechende Strafverfolgung betrieben? (Im Gegenteil ist es so, daß > der betriebene Aufwand sich zumindest aus der Strafdrohung nicht > unbedingt erklärt.) > klar, da wird mal einer verhaftet und 2 Tage spaeter ist er wieder frei weil er einen guten Anwalt hatte, super toll, und kommt mal eine in die Klapsmuehle wird er als geheilt entlassen und macht weiter wie vorher, ne, das kanns nicht sein. Glaubst Du wirklich, dass Internetsperren auch nur im entferntesten eine Wirkung haben? Dann glaubst Du auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Gruss Heinz |
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#33
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Heinz Boehringer schrieb:
>> Was wäre denn "Ursachenbekämpfung"? Wie verhindert man die Anfertigung >> von Kinderpornographie im Vorfeld (außer durch Strafdrohung und >> Strafverfolgugn)? > > indem man den Typen so lange den Schaedel einschlaegt, bis keiner mehr da ist. Und das bevor sie angefangen haben ("im Vorfeld"), überhaupt Kinderporno- graphie anzufertigen. Wie soll das gehen, es sei denn, du schlägst allen Menschen den Schädel ein? Theoretisch zur Anfertigung von KiPo in der Lage sind die allermeisten davon. > klar, da wird mal einer verhaftet und 2 Tage spaeter ist er wieder frei weil > er einen guten Anwalt hatte Du solltest deine Kenntnisse des deutschen Justizsystems nicht ausschließlich aus schlechten Filmen und Stammtischgesprächen beziehen. Meine Güte, selbst "Bild" berichtet da ausgewogener. > Glaubst Du wirklich, dass Internetsperren auch nur im entferntesten eine > Wirkung haben? Ich traue ihnen ehrlich gesagt wenig Wirkung zu. Präventiv allen Menschen den Schädel einzuschlagen, halte ich aber für definitiv noch weniger zielführend. .... Martin |
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#34
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Thomas Hochstein schrieb:
> Und was bringt Dich zu dem Gedanken, es werde kein - > erheblicher - Aufwand auf die Bekämpfung der Kinderpornographie und > entsprechende Strafverfolgung betrieben? Zum Beispiel die Tatsache, dass auf den anderen europäischen Sperrlisten in Deutschland gehostete Seiten stehen und diese unbehelligt bleiben. Einerseits erzählt z.B. das BKA, dass man sich das in anderen (EU-Ländern) genau angeschaut hat und für gut befunden, andererseits tut man nichts dagegen, dass in Deutschland sitzende Server abgeschaltet werden. Der Aufwand, diese Seiten zu sperren scheint mir persönlich nicht so hoch, es ist ja schon alles bekannt. http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html Markus |
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#35
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Markus Ritter schrieb:
> Thomas Hochstein schrieb: > >> Und was bringt Dich zu dem Gedanken, es werde kein - >> erheblicher - Aufwand auf die Bekämpfung der Kinderpornographie und >> entsprechende Strafverfolgung betrieben? > > Zum Beispiel die Tatsache, dass auf den anderen europäischen Sperrlisten > in Deutschland gehostete Seiten stehen und diese unbehelligt bleiben. Wie viele denn und welche? > Der Aufwand, diese Seiten zu sperren scheint mir persönlich nicht so > hoch, es ist ja schon alles bekannt. > > [..] Es besteht ein offensichtlicher Unterschied zwischen dem Anschreiben von Providern - abgesehen davon, daß deren Antworten bzw. angebliche Reaktion wohl auch nicht geprüft wurde - und dem Beschreiten des internationalen Rechtshilfe- oder polizeilichen Informationsweges, den das BKA und deutsche Behörden gehen müssen. Letzteres dauert zwangsläufig länger; offenbar teilweise zu lange. Grüße, -thh |
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#36
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Thomas Hochstein schrieb:
> Markus Ritter schrieb: > >> Thomas Hochstein schrieb: >> >>> Und was bringt Dich zu dem Gedanken, es werde kein - >>> erheblicher - Aufwand auf die Bekämpfung der Kinderpornographie und >>> entsprechende Strafverfolgung betrieben? >> >> Zum Beispiel die Tatsache, dass auf den anderen europäischen Sperrlisten >> in Deutschland gehostete Seiten stehen und diese unbehelligt bleiben. > > Wie viele denn und welche? Genau, und morgen steht dann die Polizei vor der Tür und ermittelt wegen des Anfangsverdachts auf Besitz von kinderpornographischem Material. Da Du Dir das ja beruflich anschauen musst (ich weiss, dass dürfen da das völlig falsche Verb ist), kannst du hier nachschauen http://scusiblog.org/?p=463 unten wird auf eine Textliste verlinkt, in der die Server aufgelistet sind. > und dem Beschreiten des > internationalen Rechtshilfe- oder polizeilichen Informationsweges, den > das BKA und deutsche Behörden gehen müssen. Dann sollte das geändert werden und zwar vorrangig. Ich habe ja Verständnis dafür, dass es bei Straftaten, die entweder nur in einem Land strafbar sind, oder bei denen es in hohem Maße auf Beweise und Indizien ankommt sehr lange dauern kann. Aber wozu ist das im Bereich Kinderpornographie innerhalb der EU nötig? Strafbar ist es in jedem Land und die Beweise liegen leicht aufrufbar im Netz. Wäre es nicht sinnvoll, man würde den anscheinend nicht vorhandenen oder komplett bürokratischen Apparat auf Vordermann bringen? Dann hätte man auch die Chance an die Hintermänner zu kommen. Was spricht für Dich dagegen, bei Europol, zu deren Aufgabengebiet ja auch die Bekämpfung von Kinderpornographie gehört, eine Stelle einzurichten, in der die Erkenntnisse aus den Sperrlisten zeitnah an die jeweiligen nationalen Strafverfolgungsbehörden weitergegeben werden? Konkurrenzdenken ist es hoffentlich nicht, denn eigentlich sollte es doch völlig egal sein, wer sich jetzt den Erfolg auf die Fahne schreibt, die finnische Polizei, die auf den deutschen Server gestossen ist, oder die deutsche Polizei, die dessen Betreiber dingfest macht. Markus |
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#37
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On 27.05.2009 18:03, Thomas Hochstein wrote:
> Es besteht ein offensichtlicher Unterschied zwischen dem Anschreiben > von Providern - abgesehen davon, daß deren Antworten bzw. angebliche > Reaktion wohl auch nicht geprüft wurde - und dem Beschreiten des > internationalen Rechtshilfe- oder polizeilichen Informationsweges, den > das BKA und deutsche Behörden gehen müssen. Letzteres dauert > zwangsläufig länger; offenbar teilweise zu lange. Wie lange dauert es denn, bis eine Nachricht via Interpol beim Empfänger ankommt? Ein Tage? Zwei? Da das ja "offenbar" ist, sollten hier ja harte Fakten verfügbar sein. |
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#38
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On 28.05.2009 13:28, Markus Ritter wrote:
> Konkurrenzdenken ist es hoffentlich nicht, denn eigentlich sollte es > doch völlig egal sein, wer sich jetzt den Erfolg auf die Fahne schreibt, Nö. Der Erfolgreiche kriegt zusätzliche Planstellen, der Abteilungsleiter infolge dessen einen Posten mit höherer Besoldung. Was glaubst Du denn, warum das BKA den neuen Gesetzentwurf so begrüßt? Planstellen bedeuten im bürokratischen System Macht und Einfluß. |
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