hilpers


  hilpers > comp.os.* > comp.os.unix.linux.misc

 #1  
18.11.2008, 21:26
Dirk
Hi,

ich hatte vor einiger Zeit nachgefragt, was ich denn tum müsse, um von
Debian stable nach Debian testing zu migrieren.

Nach vielen guten Ratschlägen habe ich dann die Paketquellen von stable auf
test geändert und dann apt-get update, apt-get dist-upgrade ausgeführt.
Dann zur Probe noch mal apt-get install -f, was aber keine Fehler anmerkte.

Das war's.

Wie sagte mein Sohn kürzlich:"Linux ist einfach genial" - stimmt.
mit
Mein etwas älterer Laptop (PIII/800 mit 512 MB RAM) ist glücklich mit einem
uptodate Betriebssystem versorgt, ich bin glücklich über eine stabile
Systemumgebung, die nicht gans so alt ist ...

Ach ja.

Alleine schon diese GUI-Vielfalt. Mal nehme ich GNOME, mal KDE, aber ab und
an auch xfce oder icewm. Das finde ich toll.

Groetjes uit Veenendaal,

Dirk
 #2  
19.11.2008, 15:29
Heiko Schlenker
* Dirk <dirksnews> schrieb:

> Nach vielen guten Ratschlägen habe ich dann die Paketquellen von stable auf
> test geändert und dann apt-get update, apt-get dist-upgrade ausgeführt.
> Dann zur Probe noch mal apt-get install -f, was aber keine Fehler anmerkte.


Vorsicht! Nachdem der aktuelle testing-Zweig zum 'stable'-Zweig
geworden ist, wird Dein System dann auf den Stand des dann gültigen
testing-Zweigs gebracht.

Anders formuliert: Statt in /etc/apt/sources.list "stable",
"testing" usw. zu verwenden, sollte man lieber "etch" (der Name der
aktuellen 'stable'-Linie), "lenny" (der Name der aktuellen
'testing'-Linie) o.ä. eintragen. So werden Überraschungen vermieden.

Gruß, Heiko
 #3  
20.11.2008, 15:39
Nikolai Försterling
Heiko Schlenker schrieb:

> Vorsicht! Nachdem der aktuelle testing-Zweig zum 'stable'-Zweig
> geworden ist, wird Dein System dann auf den Stand des dann gültigen
> testing-Zweigs gebracht.


Das hat mich bewogen, meine sources.list doch mal zu überprüfen, obwohl
mein letztes Upgrade erst eine Woche her ist.
Aber der release von Lenny ist mir entgangen.
Glücklicherweise winke ich das apt-get upgrade nie sofort mit Return
durch.
Nachher boote ich meinen Schleppi mal wieder mit Lenny und schaue mir
das an.

Wundert mich allerdings schon, dass das so schnell ging, da nach meinem
Empfinden noch zu viele Bugs enthalten sind.
 #4  
20.11.2008, 16:34
Heiko Schlenker
* Nikolai Försterling <chat.foster> schrieb:

> Heiko Schlenker schrieb:
>
>> Vorsicht! Nachdem der aktuelle testing-Zweig zum 'stable'-Zweig
>> geworden ist, wird Dein System dann auf den Stand des dann gültigen
>> testing-Zweigs gebracht.

>
> Das hat mich bewogen, meine sources.list doch mal zu überprüfen, obwohl
> mein letztes Upgrade erst eine Woche her ist.
> Aber der release von Lenny ist mir entgangen.


Kein Wunder, es gab ja auch noch keinen, AFAIK. :-)

Gruß, Heiko
 #5  
20.11.2008, 17:53
Michael Müller
Heiko Schlenker wrote:

> * Dirk <dirksnews> schrieb:
>> Vorsicht! Nachdem der aktuelle testing-Zweig zum 'stable'-Zweig

> geworden ist, wird Dein System dann auf den Stand des dann gültigen
> testing-Zweigs gebracht.
>
> Anders formuliert: Statt in /etc/apt/sources.list "stable",
> "testing" usw. zu verwenden, sollte man lieber "etch" (der Name der
> aktuellen 'stable'-Linie), "lenny" (der Name der aktuellen
> 'testing'-Linie) o.ä. eintragen. So werden Überraschungen vermieden.
>
> Gruß, Heiko


Hallo,
reicht es nicht die "preferences" mit den Namen lenny/etch zu versehen und
die sources.list mit testing/stable zu belassen? Oder habe ich einen
Denkfehler?

Michael

Package: *
Pin: release etch
Pin-Priority: 800

Package: *
Pin: release lenny
Pin-Priority: 900

Package: *
Pin: release unstable
Pin-Priority: 500
 #6  
20.11.2008, 18:32
Sven Joachim
Am 20.11.2008 um 19:53 schrieb Michael Müller:

> Heiko Schlenker wrote:
>
>> Anders formuliert: Statt in /etc/apt/sources.list "stable",
>> "testing" usw. zu verwenden, sollte man lieber "etch" (der Name der
>> aktuellen 'stable'-Linie), "lenny" (der Name der aktuellen
>> 'testing'-Linie) o.ä. eintragen. So werden Überraschungen vermieden.
>>
>> Gruß, Heiko

>
> Hallo,
> reicht es nicht die "preferences" mit den Namen lenny/etch zu versehen und
> die sources.list mit testing/stable zu belassen? Oder habe ich einen
> Denkfehler?


Einen Denkfehler würde ich es nicht nennen, nur leider...

> Package: *
> Pin: release etch
> Pin-Priority: 800
>
> Package: *
> Pin: release lenny
> Pin-Priority: 900


....unterstützt apt das Pinning mit den Codenamen bislang nicht:
http://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?bug=153661.

Sven
 #7  
20.11.2008, 19:52
Holger Paulsen
Nikolai Försterling <chat.foster> writes:

> Heiko Schlenker schrieb:
>
>> Vorsicht! Nachdem der aktuelle testing-Zweig zum 'stable'-Zweig
>> geworden ist, wird Dein System dann auf den Stand des dann gültigen
>> testing-Zweigs gebracht.

>
> Aber der release von Lenny ist mir entgangen.


Vorsicht, hier liegt ein Mißverständnis vor. Heiko wird
gemeint haben, wenn in der sources.list statt "stable" (oder
"etch") "testing" eingetragen wird, es beim kommenden
Release, wann auch immer das sein wird, so richtig die Post
abgehen wird. "testing" bzw. "lenny" ist derzeit
eingefroren, d.h. es soll(t)en nur gravierende Änderungen,
z.B. solche, die RC-Bugs beseitigen, vorgenommen werden.

Wird "lenny" "stable", dann werden *viele* Pakete aus
"unstable" auf "testing" einstürzen. Schlecht getestete
Pakete womöglich, da "testing" derzeit bis auf bestimmte
Ausnahmen blockiert ist.

Trägt man nun aber in die sources.list "lenny" ein, fährt
man bis zum Release ein "testing" und danach ein "stable",
zumindest für einen Zeitraum, der voraussichtlich im
zweistelligen Monatsbereich liegt.


Holger
 #8  
20.11.2008, 21:31
Christian Garbs
Mahlzeit!

Michael Müller <mailbox> wrote:
> Heiko Schlenker wrote:


>> Anders formuliert: Statt in /etc/apt/sources.list "stable",
>> "testing" usw. zu verwenden, sollte man lieber "etch" (der Name der
>> aktuellen 'stable'-Linie), "lenny" (der Name der aktuellen
>> 'testing'-Linie) o.ä. eintragen. So werden Überraschungen
>> vermieden.


> reicht es nicht die "preferences" mit den Namen lenny/etch zu
> versehen und die sources.list mit testing/stable zu belassen?


Geht wohl auch, aber ich sehe das als "komplizierter, schwerer
nachzuvollziehen etc." an.

Gruß
Christian
 #9  
21.11.2008, 13:00
Michael Müller
Christian Garbs wrote:

> Mahlzeit!
>
> Michael Müller <mailbox> wrote:
>>

> Geht wohl auch, aber ich sehe das als "komplizierter, schwerer
> nachzuvollziehen etc." an.
>
> Gruß
> Christian

Wieso?
Ich lasse alle Einträge von den gewünschten Zweigen (ich habe bei mir
stable/testing/unstable eingetragen) in der sources.list gleich und stelle
in preferences meinen bevorzugten Zweig ein. So erfolgten automatische
Updates im gewünschten Zweig. Einzelne Pakete aus anderen Zweigen kann ich
dann mit -t testing bzw Paket/testing installieren.

Gruß Michael
 #10  
21.11.2008, 13:14
Michael Müller
Sven Joachim wrote:

> Am 20.11.2008 um 19:53 schrieb Michael Müller:
>> Einen Denkfehler würde ich es nicht nennen, nur leider...
>> ...unterstützt apt das Pinning mit den Codenamen bislang nicht:

> [..].
>
> Sven

Stimmt,
irgendetwas ist anders. Die Namen der Zweige (etch/lenny) in preferences
wird von apt ohne Fehlermeldung angenommen. Aber bei einem apt-get upgrade
werden unterschiedliche Pakete ausgewählt (lenny: 840MB/testing: 471MB)

Dann doch lieber eine Fehlermeldung...

Michael
 #11  
21.11.2008, 17:21
Nikolai Försterling
> preferences wird von apt ohne Fehlermeldung angenommen. Aber bei einem
> apt-get upgrade werden unterschiedliche Pakete ausgewählt (lenny:
> 840MB/testing: 471MB)


Das finde ich allerdings interessant, da Lenny ja wohl doch noch nicht
stable ist.
Ich habe es leider selbst auch noch nicht ausprobieren können, da mein
Schlepptop schon seit ein paar Tagen mit der Kompilierung von QT4 unter
OSX beschäftigt ist, und ich mich nicht dazu durchringen kann, das
mittendrin abzubrechen ;-)

> Dann doch lieber eine Fehlermeldung...


Dito.
 #12  
21.11.2008, 18:21
Michael Müller
Nikolai Försterling wrote:

>> preferences wird von apt ohne Fehlermeldung angenommen. Aber bei einem
>> apt-get upgrade werden unterschiedliche Pakete ausgewählt (lenny:
>> 840MB/testing: 471MB)

>
> Das finde ich allerdings interessant, da Lenny ja wohl doch noch nicht
> stable ist.
> Ich habe es leider selbst auch noch nicht ausprobieren können, da mein
> Schlepptop schon seit ein paar Tagen mit der Kompilierung von QT4 unter
> OSX beschäftigt ist, und ich mich nicht dazu durchringen kann, das
> mittendrin abzubrechen ;-)
>
>> Dann doch lieber eine Fehlermeldung...

>
> Dito.

Nein,
meine Distri ist Debian testing. Aber seltsam, dass preferences bzw apt
a) lenny verarbeitet, dann aber
b) gegenüber testing unterschiedliche Pakete auswählt.

Michael
 #13  
21.11.2008, 18:41
Michael Müller
Nikolai Försterling wrote:

>> preferences wird von apt ohne Fehlermeldung angenommen. Aber bei einem
>> apt-get upgrade werden unterschiedliche Pakete ausgewählt (lenny:
>> 840MB/testing: 471MB)

>
> Das finde ich allerdings interessant, da Lenny ja wohl doch noch nicht
> stable ist.
> Ich habe es leider selbst auch noch nicht ausprobieren können, da mein
> Schlepptop schon seit ein paar Tagen mit der Kompilierung von QT4 unter
> OSX beschäftigt ist, und ich mich nicht dazu durchringen kann, das
> mittendrin abzubrechen ;-)
>
>> Dann doch lieber eine Fehlermeldung...

>
> Dito.

Denkfehler von mir.

apt nimmt _nicht_ lenny oder etch in preferences, sondern den Eintrag
unstable. Wenn unstable auskommentiert wird, dann gibt es die gewünschte
Fehlermeldung.

Michael
 #14  
21.11.2008, 19:32
Nikolai Försterling
>> Dito.
> Denkfehler von mir.
>
> apt nimmt _nicht_ lenny oder etch in preferences, sondern den Eintrag
> unstable. Wenn unstable auskommentiert wird, dann gibt es die
> gewünschte Fehlermeldung.


Hmmm,
sollte apt bei testing als default bei einem upgrade nicht nur testing
upgraden und vorhandene unstable-Pakete nur auf ausdrückliche Anfrage?
 #15  
21.11.2008, 20:22
Christian Garbs
Mahlzeit!

Michael Müller <mailbox> wrote:
> Christian Garbs wrote:
>> Michael Müller <mailbox> wrote:


>>> reicht es nicht die "preferences" mit den Namen lenny/etch zu
>>> versehen und die sources.list mit testing/stable zu belassen?


>> Geht wohl auch, aber ich sehe das als "komplizierter, schwerer
>> nachzuvollziehen etc." an.


> Wieso?


Weil ich abgesehen von den Backports keinen Mischmasch zwischen
stable/testing/unstable fahre. Ehrlich gesagt bin ich nicht mal auf
die Idee gekommen, dass man so wild mischen können wollte :-)
In dem Fall ist die Steuerung über die preferences natürlich sinnvoll
und vermutlich auch das einzig funktionierende.

Geht aber meiner Meinung nach auch ein wenig am Ursprungsthema "ich
will jetzt schon Lenny und nach Release nicht in die Röhre gucken,
weil ich dann plötzlich Lenny+1 auf der Platte habe" vorbei, deshalb
war ich da auf dem Holzweg.

Gruß
Christian

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