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#1
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Ich möchte mich in SWING einarbeiten und benötige ein gutes Tutorial
zum Erlernen und Üben der GUI-Programmieren. Desweiteren interessiert mich , welche Aspekte besonders wichtig sind um effizient SWING zu erlernen. |
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#2
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softwarejavaentwickler schrieb:
> Ich möchte mich in SWING einarbeiten und benötige ein gutes Tutorial > zum Erlernen und Üben der GUI-Programmieren. Desweiteren interessiert > mich , welche Aspekte besonders wichtig sind um effizient SWING zu > erlernen. Ich finde Scott Delaps "Desktop Java Live" immer noch am besten. Es ist eine (wohl nicht mehr aktive) PDF-Subscription für wenig Geld. Scott beschreibt die wichtigsten Aufgaben bei der Swing-Entwicklung: Layout, Aussehen, Datenbindung, Validierung, Hintergrund-Aufgaben. Vorher sollte man wissen, welche Komponenten Swing bietet; das zeigt Suns Swing-Tutorial. Damit kommt jeder klar. Martin Fowlers "Organizing Presentation Logic" ist lesenswert. Dort motiviert er, wann und warum man Präsentationslogik von Views trennen möchte und zeigt Konzepte, wie man das umsetzen kann. Das leitet zu einer im groben guten Swing-Anwendung. Ich biete mit "Erste Hilfe für Swing" auf jgoodies.com/articles/ eine Anleitung um schlimmsten visuellen Swing-Unfug zu vermeiden. Dort gibt's mit "Desktopmuster und Datenbindung" auch ein paar Diagramme zu Fowlers Text. "Effizient gestalten mit Swing" zeigt, wie man konsistente Gestaltung einigermaßen günstig bekommen kann. Die JSR 296 "Swing Application Framework" hilft Entwicklern, den Lebenszyklus, Actions und Ressourcen zu organisieren. Zum Thema Layout kann man entweder mit visuellen Editoren rumgurken oder " per Hand" ein Meta Design implementieren, oder mit ausgewählten visuellen Editoren beides gut verbinden. -Karsten |
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#3
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"Karsten Lentzsch" <karsten> schrieb im Newsbeitrag
news:i021 > softwarejavaentwickler schrieb: > [...] > Zum Thema Layout kann man entweder mit visuellen Editoren > rumgurken oder " per Hand" ein Meta Design implementieren, > oder mit ausgewählten visuellen Editoren beides gut verbinden. Hallo Karsten, ich habe deine Ergebnisse, v.a. die Demos zu den JGoodies gesehen und sie gefallen mir sehr gut. Welche visuellen Editoren, vorrangig mit Eclipse-Integration und frei, kannst du empfehlen? Nach meinen Informationen wird der VE für Eclipse nicht mehr (aktiv) weiterentwickelt und den Netbeans-GUI-Designer (der mir schon gut gefällt) als Eclipse-Plugin habe ich lediglich als kommerzielle Variante irgendwo gesehen. Danke, Paule |
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#4
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Paule Schulz schrieb:
> [...] > Welche visuellen Editoren, vorrangig mit Eclipse-Integration und frei, > kannst du empfehlen? Nach meinen Informationen wird der VE für Eclipse > nicht mehr (aktiv) weiterentwickelt und den Netbeans-GUI-Designer (der > mir schon gut gefällt) als Eclipse-Plugin habe ich lediglich als > kommerzielle Variante irgendwo gesehen. Vor visuellen Editoren kann ich erstmal empfehlen, sich ein bisschen Mühe bei der Gestaltung zu geben. Ich erlebe, dass ganz viele Entwickler schlecht gestalten, es aber gut können, wenn sie wollen. Fast alle visuellen Editoren helfen bei der für viele Entwickler schwierigsten Gestaltungsaufgaben: gute Gestaltung finden; also wissen, wie's positioniert werden soll und balanciert, gruppiert, wo Bedeutung zugefügt werden soll durch Ausrichten oder Angleichen. Richtig gut finde ich für die Implementierung Meta Design- Programmierung, wie in "Effizient gestalten mit Swing". Der JFormDesigner unterstützt sogar das relativ weit. Es ist ein liebevoll gemachtes Werkzeug, kommt mit Plugins für Eclipse, Netbeans, IntelliJ und unterstützt auch noch das GroupLayout. Für Profis ist das Werkzeug sehr günstig. Was man denn findet (mit Editor oder Papier) und implementiert (mit Editor oder Hand) kann man verbessern mit den Verboten und Geboten aus meiner "Ersten Hilfe". Häufig wird schlecht gestaltet, weil Zeit für Funktionen verwendet wird, nicht für deren visuelle Umsetzung. Deshalb halte ich es für so wichtig, Zeit zu sparen und schnell, sicher und günstig zu gestalten. Wie kann ein Busfahrplan mit 300 Seiten so schnell gestaltet werden? Weil er eben einem Design-Programm folgt, weil ähnliche Seiten gleich gestaltet sind - nur mit anderen Zeiten, Busnummern, Texten, usw. Das kann man auf Swing übertragen und verbessert nebenbei die Konsistenz. -Karsten |
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#5
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Karsten Lentzsch <karsten> writes:
>Ich erlebe, dass ganz viele Entwickler schlecht >gestalten, es aber gut können, wenn sie wollen. Es geht nicht nur um das Wollen. Der Elektroniker, der die Schaltung eines Radios entwickelt, wird auch nicht damit beauftragt, dessen Gehäusefarben und -formen zu entwickeln - diese Aufgabe verlangt ein anderes Qualifikationsprofil. Ein guter Projektleiter wird also nicht auf den Elektroniker schimpfen, weil der keine gute Gehäuseform findet, sondern einen Gestalter damit beauftragen, der entsprechend ausgebildet, spezialisiert und erfahren ist. Entsprechend sollte die äußere, graphische Gestaltung eines Programms von einem Graphiker oder Oberflächengestalter festgelegt werden, der normalerweise kein Entwickler ist. Natürlich in Absprache mit den Entwicklern. Es mag Betriebe geben, in denen die Entwickler auch das Telephon beantworten und die graphische Gestaltung des Programms erledigen sollen. Aber dies führt nicht unbedingt zu den besten Ergebnissen. Merkwürdigerweise sollen sie aber selbst in solchen Betrieben nie die Buchhaltung erledigen. |
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#6
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Stefan Ram schrieb:
>> Ich erlebe, dass ganz viele Entwickler schlecht >> gestalten, es aber gut können, wenn sie wollen. > > Es geht nicht nur um das Wollen. Natürlich nicht. Deshalb finde ich es erwähnenswert, dass in der GUI-Gestaltung viel am Wollen liegt. Das ist jedenfalls, was ich beobachte. Mit ein paar einfachen Regeln kommen die allermeisten Entwickler, die ich betreue, zu recht guter Gestaltung. Es scheint also wenig "Kunst" dabei zu sein, und ein besonderes "Auge" ist wohl unnötig. > [...] > Entsprechend sollte die äußere, graphische Gestaltung > eines Programms von einem Graphiker oder Oberflächengestalter > festgelegt werden, der normalerweise kein Entwickler ist. > Natürlich in Absprache mit den Entwicklern. > [...] Die Oberflächengestaltung in Swing ist eine besondere Sache, weil hier die Kosten für einige Gestaltung enorm hoch werden können. Mit den JGoodies Forms und JGoodies Looks bin ich etwa Dinge angegangen, die jede gute Gestaltung haben möchte, die aber vorher im Swing-Markt nicht ohne weiteres programmiert werden konnten - selbst wenn ein Designer sie gefordert hätte. Oberflächengestalter, die sich mit Swing auskennen, sind extrem rar. Selbst bei gutem Willen können nur wenige Swing- Projekte einen von denen bekommen. Deshalb versuche ich, auch die weiter zu bringen, die selbst gestalten, selbst eine Meta-Gestaltung definieren wollen, selbst den Screen Flow analysieren und selbst die Gestaltung implementieren. -Karsten (einer, der programmiert, gestaltet, telefoniert, bucht, Staub saugt und auch noch das Geschirr abwäscht ;-) |
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#7
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softwarejavaentwickler schrieb:
> Ich möchte mich in SWING einarbeiten und benötige ein gutes Tutorial > zum Erlernen und Üben der GUI-Programmieren. Desweiteren interessiert > mich , welche Aspekte besonders wichtig sind um effizient SWING zu > erlernen. Für einen guten Überblick und als Nachschlagewerk (besonders für den Anfang) kann ich Dir die Java-Insel (Java ist auch eine Insel von Christian Ullenboom) empfehlen. Da das kostenlos im Internet erhältlich ist, kannst Du Dir das einfach mal ansehen. Für einen etwas tieferen Einblick gibt es noch Swing A Beginner's Guide von Herbert Schildt. Das ist zwar nicht ganz so umfangreich wie das Swing-Tutorial von Sun, beleuchtet die wichtigen Komponenten allerdings etwas genauer. Musst mal schauen ob Du das vielleicht irgendwo gebraucht findest. Das lief mir mal auf einem Flohmarkt für 5 Euro über den Weg. Beide Bücher befassen sich hauptsächlich mit den einzelnen Komponenten. Da fällt leider das produktive Zusammenspiel und die Verwendung in einer etwas komplexeren GUI - also einer die nicht nur aus einem Fenster besteht - unter den Tisch. Wobei vermutlich für den Anfang auch nicht unbedingt wichtig ist. Kommt natürlich drauf an, was Du machen willst. Aber ich denke, dass Du dich für den Anfang mal eher mit den einzelnen Komponenten vertraut und nicht gleich aufwändige GUIs machen willst. Schau doch auch mal hier vorbei: http://www.java-forum.org/forumdisplay.php?f=33 |
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#8
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ram (Stefan Ram) writes:
>Entsprechend sollte die äußere, graphische Gestaltung >eines Programms von einem Graphiker oder Oberflächengestalter >festgelegt werden, der normalerweise kein Entwickler ist. >Natürlich in Absprache mit den Entwicklern. Dies schrieb ich am 13. August, heute, am 20. August, lese ich im Web einen ganz ähnlichen Gedanken: »"Yeah, well, I don't quite like that button - restyle it." - [programmer: ]"Ok, I'll send it back to the designer then." "Nono, you do it." - "But I'm not a designer" "Don't care, just fix it fast." - "Ok, here's the result" "What in GODS NAME is that? Where the hell did you learn to design?" - ....« http://mattiasgeniar.be/2008/08/20/w...han-designing/ Es gibt allerdings auch Unternehmen, die von Anfang an spezielle Gestalter einsetzen. So soll etwa die Arbeitsgruppe für den Dialog zum Abmelden bei dem Betriebssystem »Windows« einen »UI designer« enthalten haben: » o 1 program manager o 1 developer o 1 developer lead o 2 testers o 1 test lead o 1 UI designer o 1 user experience expert o -- o 8 people total« http://moishelettvin.blogspot.com/20...-crapfest.html |
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