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Tilman Hausherr schrieb:
> Kartell ist wenn Anbieter sich zusammenschliessen um Preise abzusprechen > zum Nachteil der Käufer. Genau das versuchen die Bauern. Und trifft somit eben nicht auf die Bauern zu. Denn die bieten den Käufern ja nichts an. Höhö, war wohl nix Detmar |
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Konrad Wilhelm schrieb:
> > Die Handy, die aus dem Bochumer Nokiawerk ins Ausland geliefert wurden > tauchen doch in der deutschen Handelsbilanz auf und nicht in der > finnischen, und jetzt tauchen sie eben in der rumänischen auf. sorry, Konrad, aber dieses Stammtischgerede ist doch normal auch nicht Dein Niveau. Das Problem ist doch schlicht, dass die deutsche Wirtschaft wie nur wenige andere in der Welt in Billiglohnländern Komponenten produzieren lässt und dann die zusammengebauten Endprodukte in die deutsche Exportbilanz eingehen, weil das Zusammenfügen in D passiert. Ein Einzelbeispiel (oder auch 5 Einzelbeispiele) tragen da doch wohl kaum dazu bei, die grundsätzliche Tendenz zu widerlegen. Die Geschiche von D als Exportweltmeister ist eines der größten wirtschaftlichen Märchen unserer Zeit. Passt auch zu dem "großen" deutschen Kanzler, der zu propagieren das nicht leid wurde, Gerhard "Gerd" S... Gruß, Torsten |
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Konrad Wilhelm wrote:
.... > Du hast seltsame Autarkieideen. Völlig natürlich lohnt es sich nicht, > Dinge in D zu produzieren deren Produktion sich hier nicht lohnt. > Es gibt sehr viele Produkte, die wir so gut und billig produzieren > können wie sonst keiner auf der Welt, Exporte von 1 Billion ? (2007) > kommen ja nicht von ungefähr. Aehm. Wir exportieren nicht soviel, weil wir billig produzieren. Ganz im Gegenteil, eigentlich. Und das ist Teil des Problems. > Und dass wir uns keine Sorgen darüber > machen sollten, zu importieren was hier nicht lukrativ produziert > werden kann, zeigt ein Exportüberschuss von 200 Milliarden ?. Doch, genau das sollte uns Sorgen bereiten. Genau das. Nichts gegen ein übersichtliches Weltbild, dieses Wirtschaftdings ist ja auch furchtbar komplex. Aber, was bringt dich auf die Idee, dass ein Missverhältnis zwischen Import-/Exportwirtschaft volks- wirtschaftlich erstrebenswert ist? Tatsächlich ist das genau das Gegenteil der Fall und das Gefasel, wir können es allein durch Exporte und Dienstleistungen behaupten, nichts anderes als ein volkswirtschaftlicher Selbstmord aus Furcht vor dem Tod. Warum das so ist, kann man sich in einer ruhigen Stunde gerne mal überlegen (Stichwort: globales Nullsummenspiel). Oder hier bei Jens Berger nachlesen: http://www.spiegelfechter.com/wordpr...beitslosigkeit --snip-- [...] Da es in der globalen Gesamtwirtschaft aber keine Überschüsse und kein Defizite gibt, muss der deutsche Exportüberschuss von anderen Ländern auf ?Pump? finanziert werden. Wenn diese deutschen Boomzeiten sich allerdings dem Ende zuneigen, weil beispielsweise andere Nationen ihre Währungen abwerten müssen, wie es die USA in den letzten Jahren massiv machen, und dadurch der deutsche Export weg bricht, steht Deutschland vor einem sehr großen Problem. [...] Während alle anderen Industriestaaten ? außer Japan ? immer auf ein Gleichgewicht zwischen Außenhandel und Binnenkonjunktur (also der Nachfrage im eigenen Land) bedacht waren [...], hat Deutschland jahrzehntelang über eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik und eine monetaristische Finanzpolitik die Binnenkonjunktur förmlich abgewürgt. [...] Einerseits ist Deutschland das Land, das von der Globalisierung am meisten profitiert ? mit 80 Mio. Einwohnern exportiert Deutschland mehr Güter, als die USA mit ihren 400 Mio. Einwohnern, oder China mit seinen 1.300 Mio. Einwohnern, was für sich genommen schon grotesk ist [...] Was bereits aus Gerechtigkeitsgründen negativ zu bewerten wäre, ist aber auch volkswirtschaftlich problematisch, da ein Großteil der Wirtschaft nicht vom Export profitiert, sondern über die Aufwertung der eigenen Währung sogar benachteiligt wird. [...] --snip-- Wer weiterliest (oder gar das besprochene Buch) versteht auch, warum es im Grunde eine ziemlich gute Idee ist, nicht nur Milchbauern ange- messen zu bezahlen, anstatt die eigene Binnenwirtschaft suzessive durch die Paradigmen eines (angeblich) globalisierten Weltmarktes (das mit dem Protektionismus haben andere besser drauf) zerstören zu lassen. ciao Olaf PS: Setzt bitte ein follow'up in eine thematisch passende Gruppe. Hier ist die Diskussion längst offtopic. |
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Joerg-Olaf Schaefers schrieb:
[...] So ist es. Exaktamente. Full ACK Detmar |
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Jens Müller schrieb:
> Zumindest der Betrieb von Pferdefuhrwerken ohne Pferde wird doch massiv > subventioniert. Von wem? Falls Du die öffentlich nutzbaren Fuhrwerke (ÖPNV) meinst, dann stimme ich Dir zu. Aber die Betreiber der privaten Fuhrwerke alimentieren das komplette Verwaltugnskontrukt der "BRD". |
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#66
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Torsten Schneider schrieb am Sun, 01 Jun 2008 04:03:16 +0200:
> Konrad Wilhelm schrieb: >> >> Die Handy, die aus dem Bochumer Nokiawerk ins Ausland geliefert wurden >> tauchen doch in der deutschen Handelsbilanz auf und nicht in der >> finnischen, und jetzt tauchen sie eben in der rumänischen auf. > > sorry, Konrad, aber dieses Stammtischgerede ist doch normal auch nicht > Dein Niveau. Er hat aber doch recht. > Das Problem ist doch schlicht, dass die deutsche Wirtschaft wie nur > wenige andere in der Welt in Billiglohnländern Komponenten produzieren > lässt und dann die zusammengebauten Endprodukte in die deutsche > Exportbilanz eingehen, weil das Zusammenfügen in D passiert. Ja, und die importierten Komponenten gehen in die Importbilanz ein. Tschüß |
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#67
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On Sun, 01 Jun 2008 00:56:01 +0200, Detmar Kleensang <detmar>
wrote: >e-a-jungblut schrieb: >>Ohne die Zahlen im Einzelnen nachgeprüft zu habe: Stimmt, passt schon. >Nun musst Du noch bedenken, das etwas Geld auch noch reinkommt, wenn man >eine Kuh dann irgendwann wenn sie keine Milch mehr gibt verkauft. Hängt >immer vom jeweiligen Marktpreis ab. Macht den Kohl aber auch nicht fett. >Und: reine Milchviehbetriebe sind üblicherweise solche größerer Art. Und >die haben etwas bessere Chancen, das sich durch die schiere Masse >einiges an Herstellungskosten einsparen lässt. >Die meisten kleineren Milchviehbetriebe sind keine, sondern >Mischbetriebe. Da wird dann noch etwas Getreide angebaut und/oder ein >paar Schweine gemästet. Normalerweise war es immer so, das ein >Betriebszweig einen anderen ausgeglichen hat, je nach dem wie der Markt >gerade stand. Nun ist der Markt durch den Preisdruck des Handels >generell und in allen Bereichen mehr oder minder im Keller. Und die >größten Chancen hat man mit dem größten Betriebszweig, der meistens noch >das liebe Vieh ist. > ??? Die großten Chancen hat man mit dem Betriebszweig, der ständig Verlust einspielt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Betrieb Milchvieh hält, wenn ihn das ständig Verluste einespielt. Ich kann ir insbesondere nicht vorstellen, wie man noch zusätzliche Kosten (angekaufte Milchquote) auf sich nimmt um noch mehr Verlust einzuspielen. Entweder sind die Milchbauern dümmer als jedes Milchmädchen und gehören entmündigt oder sie lügen mit diesen Verlustbehauptungen, dass sich die Balken biegen. Eine dritte Erklärung sehe ich nicht. k. |
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#68
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Hallo,
Konrad Wilhelm wrote: > On Sun, 01 Jun 2008 00:56:01 +0200, Detmar Kleensang <detmar> > wrote: > > ??? Die großten Chancen hat man mit dem Betriebszweig, der ständig > Verlust einspielt? > > Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Betrieb Milchvieh hält, wenn > ihn das ständig Verluste einespielt. Ich kann ir insbesondere nicht > vorstellen, wie man noch zusätzliche Kosten (angekaufte Milchquote) > auf sich nimmt um noch mehr Verlust einzuspielen. Entweder sind die > Milchbauern dümmer als jedes Milchmädchen und gehören entmündigt oder > sie lügen mit diesen Verlustbehauptungen, dass sich die Balken biegen. > Eine dritte Erklärung sehe ich nicht. > Vielleicht dass sie von der Substanz leben. Evtl. muss eigentlich einiges erneuert werden (Traktor, Stall, Melkanlage..) man schiebt es aber immer auf wegen zu wenig Geld. Im übrigen kann jeder das sehen wie er es will. Es ist doch niemand gezwungen die Milch zu diesem Preis zu kaufen, wenn die Milch den von den Bauern geforderten Preis wert ist, werden die Abnehmer darauf eingehen, wenn nicht dann eben nicht. Hier die Bauern als Gierhälse zu betiteln finde ich doch etwas seltsam. Ich kann nicht erkennen dass sie sich so unendlich viel leisten können. Gönnt ihr ihnen den Mercedes nicht, jeder Mittelständische Betrieb hat mehrere davon, und muss nicht Samstag und Sonntag dafür arbeiten. Ich kann auch nicht erkennen dass die Bauern aus meiner Umgebung ständig im Urlaub sind, meist/immer sind sie vor mir an der Arbeit und wenn ich abends auf der Terrasse sitze kann ich sie noch bei der Arbeit sehen. Woher kommt dieser Hass auf die Bauern? Wenn Strom, Gas, Benzin, Heizöl, Auto, Urlaub..... teurer werden jammert man mal eben, es wird aber anstandslos bezahlt (und einiges davon ist unumgänglich), wegen 5-10 Cent bei der Milch wird aber ein Zwergenaufstand veranstaltet (ihr müsst die Milch doch gar nicht kaufen). Was wird wohl passieren wenn die Bauern tatsächlich 5 Cent mehr bekommen. Ich denke Aldi und Co werden sich dann eben 10 Cent gönnen. Gruß Jo |
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Andreas Bockelmann schrieb:
> Jens Müller schrieb: > >> Zumindest der Betrieb von Pferdefuhrwerken ohne Pferde wird doch >> massiv subventioniert. > > Von wem? Vom Steuerzahler, zB durch Straßenbau. |
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Konrad Wilhelm schrieb:
> ??? Die großten Chancen hat man mit dem Betriebszweig, der ständig > Verlust einspielt? Jein. Natürlich nur dann, wenn man eben nicht wie momentan Verluste damit macht, sondern wenn wie in Zukunft wieder Geld damit verdienen kann. Ich dachte eigentlich, das wäre selbsterklärend. > Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Betrieb Milchvieh hält, wenn > ihn das ständig Verluste einespielt. Solange andere Betriebszweige die Verluste wieder ausgleichen... Aber das schrieb ich ja schon. > Ich kann ir insbesondere nicht > vorstellen, wie man noch zusätzliche Kosten (angekaufte Milchquote) > auf sich nimmt um noch mehr Verlust einzuspielen. DAS kann ich mir persönlich allerdings auch nicht vorstellen. Trotzdem machen es so viele Bauern. Mit den entsprechenden langfristigen Verpflichtungen. Mir kommt das vor, als wenn man einen Selbstmord planen würde, wobei die Auslösezeit unbestimmt bleibt und der Erfolg eine 50prozentige Wahrscheinlichkeit aufweisen würde. Viel zu unsicher bei der momentanen Marktlage. > Entweder sind die > Milchbauern dümmer als jedes Milchmädchen und gehören entmündigt oder > sie lügen mit diesen Verlustbehauptungen, dass sich die Balken biegen. > Eine dritte Erklärung sehe ich nicht. Liegt zum Teil auch an der imo bescheidenen Arbeit des Landwirtschaftsverbands und der Landwirtschaftsschulen. Denn es wird noch immer gelehrt, wie wohl auch in allen anderen Bereichen, das man wachsen muss, wenns einem schlecht geht. Wovon, wie und bis wann das bezahlt werden soll entzieht sich allerdings komplett meinem Verständnis. Bei anderen Firmen mag die Methode funktionieren. In der Landwirtschaft aber irgendwie nicht, weil hier einfach andere Rahmenbedingungen herrschen. Trotzdem wird es eben noch immer gelehrt und auch so durchgeführt. Entmündigt sind etliche Bauern eh schon, wenn mans denn so nennen will. Da sind die Lieferanten schon mit dem Daumen auf dem Milchgeld, um selber ja nicht leer auszugehen. Langfristige Verpflichtungen zur Weiterbewirtschaftung ergeben sich durch Neubauten und -Anschaffungen, ohne die allerdings eine Bewirtschaftung auch nicht immer erfolgreich (oder überhaupt) sichergestellt werden kann. Dann kommt natürlich noch eine gewisse emotionale Sache dazu, wenn man bedenkt, das ein Betrieb seit mehreren Generationen besteht und nicht kampflos aufgegeben werden mag. Letztlich sollte aber schon bei dem einen oder anderen die wirtschaftliche Situation Vorrang haben, ob weitergemacht wird oder nicht. Auch hier kann man Parallelen zur Gastronomie sehen. Ebenso oft Familienbetriebe seit Generationen, die länger durchhalten als es wirtschaftlich sinnvoll wäre. Übrigends könnte man z.B. VW auch dazuzählen, die auch nicht immer sinnvoll wirtschaften, aber dank eines besonderen Gesetzes nicht mal eben von einem ausländischen Konzern aufgekauft werden kann. Hier wäre ebenso Handlungsbedarf, dieses abzustellen. Detmar |
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Jo Tin schrieb:
> Hallo, > > Konrad Wilhelm wrote: [..] > Hier die Bauern als Gierhälse zu betiteln finde ich doch etwas seltsam. Ich > kann nicht erkennen dass sie sich so unendlich viel leisten können. Gönnt > ihr ihnen den Mercedes nicht, jeder Mittelständische Betrieb hat mehrere > davon, und muss nicht Samstag und Sonntag dafür arbeiten. Ich kann auch > nicht erkennen dass die Bauern aus meiner Umgebung ständig im Urlaub sind, > meist/immer sind sie vor mir an der Arbeit und wenn ich abends auf der > Terrasse sitze kann ich sie noch bei der Arbeit sehen. > Woher kommt dieser Hass auf die Bauern? Wenn Strom, Gas, Benzin, Heizöl, > Auto, Urlaub..... teurer werden jammert man mal eben, es wird aber > anstandslos bezahlt (und einiges davon ist unumgänglich), Ergänzung: es wird gestreikt, bis man mehr Gehalt bekommt. Und letztlich man selber nach dem Einkauf der teureren Sachen wieder genauso viel Geld (oder mehr) in der Tasche hat wie vor der Preiserhöhung. Genau das, was hier den Bauern abgesprochen wird. > wegen 5-10 Cent > bei der Milch wird aber ein Zwergenaufstand veranstaltet (ihr müsst die > Milch doch gar nicht kaufen). > Was wird wohl passieren wenn die Bauern tatsächlich 5 Cent mehr bekommen. > Ich denke Aldi und Co werden sich dann eben 10 Cent gönnen. > > Gruß Jo > Ansonsten: FULL ACK Detmar |
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Joerg-Olaf Schaefers schrieb:
> [...] Da es in der globalen Gesamtwirtschaft aber keine Überschüsse und > kein Defizite gibt, muss der deutsche Exportüberschuss von anderen > Ländern auf ?Pump? finanziert werden. Wir können doch auch einfach dorthin in Urlaub fahren und es uns von den erwirtschafteten Überschüssen gutgehen lassen. |
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Hallo,
Detmar Kleensang wrote: > > Ergänzung: es wird gestreikt, bis man mehr Gehalt bekommt. Und letztlich > man selber nach dem Einkauf der teureren Sachen wieder genauso viel Geld > (oder mehr) in der Tasche hat wie vor der Preiserhöhung. Genau das, was > hier den Bauern abgesprochen wird. Der Vorteil den man so nebenbei davon hat ist aber dass schon angeschaffte und nun abzuzahlende Dinge (Haus Auto) dadurch billiger werden, zukünftig anzuschaffendes natürlich teurer. Das Problem ist in Deutschland leider dass immer mehr Menschen in die Armut getrieben werden und sich dadurch diese Preissteigerungen sehr negativ auswirken. Gruß Jo |
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Am Sun, 01 Jun 2008 10:59:18 +0200 schrieb Konrad Wilhelm:
> Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Betrieb Milchvieh hält, wenn > ihn das ständig Verluste einespielt. Ich kann ir insbesondere nicht > vorstellen, wie man noch zusätzliche Kosten (angekaufte Milchquote) > auf sich nimmt um noch mehr Verlust einzuspielen. Entweder sind die > Milchbauern dümmer als jedes Milchmädchen und gehören entmündigt oder > sie lügen mit diesen Verlustbehauptungen, dass sich die Balken biegen. > Eine dritte Erklärung sehe ich nicht. Aber ich: Wie bei jedem Eigenbetrieb kann man die eingesetzte Arbeitsleistung aller Beteiligten zu tarifüblichen Stundenlöhnen berechnen. Dann macht wahrscheinlich jeder bäuerliche Familienbetrieb ständig Verlust. Im Portemonnaie ist jedoch das, was nach Abzug der gezahlten Rechnungen vom Erlös übrig bleibt. |
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#75
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On Sun, 01 Jun 2008 04:03:16 +0200, Torsten Schneider
<schneider> wrote: >Konrad Wilhelm schrieb: >> >> Die Handy, die aus dem Bochumer Nokiawerk ins Ausland geliefert wurden >> tauchen doch in der deutschen Handelsbilanz auf und nicht in der >> finnischen, und jetzt tauchen sie eben in der rumänischen auf. > >sorry, Konrad, aber dieses Stammtischgerede ist doch normal auch nicht >Dein Niveau. > >Das Problem ist doch schlicht, dass die deutsche Wirtschaft wie nur >wenige andere in der Welt in Billiglohnländern Komponenten produzieren >lässt und dann die zusammengebauten Endprodukte in die deutsche >Exportbilanz eingehen, weil das Zusammenfügen in D passiert. > Das ist kein Problem, dass ist das Prinzip, von dem wir hier in D so gut leben. Man sagt dazu auch Veredlung und das ist die einzige Möglichkeit für ein Land (fast) ohne eigene Ressourcen, gut über die Runden zu kommen. Das hab ich übrigens vor mehr als 50 Jahren schon in der Schule gelernt, dass ein Land ohne Eisenerzvorkommen besser nicht Rohstahl verkauft sondern Federn für die Unruh von Armbanduhren. OK, die braucht man jetzt wohl noch seltener, aber damit ist die Wertschöpfung pro kg Eisenerz noch höher, wenn man sie an Rolex verkaufen kann. Zusammen gefasst: wir leben deshalb so gut, weil wir >in Billiglohnländern Komponenten produzieren >lässt und dann die zusammengebauten Endprodukte verkaufen. Anders geht das bei uns gar nicht. >Die Geschiche von D als Exportweltmeister ist eines der größten >wirtschaftlichen Märchen unserer Zeit. Nein, das stimmt so. Wir habe 2006 für 1 Billion Waren exportiert. Wenn du das bezweifelst, informier dich selbst. >Passt auch zu dem "großen" deutschen Kanzler, der zu propagieren das >nicht leid wurde, Gerhard "Gerd" S... > Ich seh dein Gerede mittlerweile eher umgekehrt: du kannst Herrn Schröder nicht leiden und folglich _darf_ er aus deiner Sicht keine Erfolge haben. Ich kann Herrn Schröder auch nicht leiden (vermutlich aus sehr anderen Gründe als du). Aber das bringt mich doch nicht dazu, die Augen vor der Realität zuzukneifen wie du es tust. Dass die Exportsumme letztlich nur eine Zahl ist und die Frage ob man nicht den Außenhandlesüberschuss (200 Mrd ?) oder noch besser die Leistungsbilanz (90 Milliarden) im Auge haben sollte ist eine ganz andere Frag. Egal was man betrachtet: Deutschland hat keinen Nutzen davon, wenn hier unprofitabele Tätigkeiten verrichtet werden oder unprofitable Güter produziert werden. k. |
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