hilpers


  hilpers > comp.hardware.* > comp.hardware.misc > 05/2008

 #1  
26.04.2008, 19:50
Edgar Warnecke
Moin,

nachdem Ihr mir mit meinen Treibern so nett helft gleich die naechste
Frage.

Ihr habt mir geraten mein Gehaeuse zu schliessen und auf die installierte
Luefterleistung zu vertrauen. Bei manchmal 40 Grad + wird mir dabei etwas
mulmig..., dem Rechner vermutlich auch.

Nun habe ich bei der Suche nach meinem Chipsatz und dem Motherboard fast
den ganzen Rechner zerlegt. Dabei fiel mir auf, dass ich vorne, unten, so
wie von Euch vorgeschlagen, noch einen Luefter einbauen koennte, die
"Roste" ist vorgesehen.

"Oben" habe ich noch drei Frontslots frei, die ich momentan nicht
benoetige. Koennte ich da, notfalls mit Kippschaltern, dass gestylte "An /
Aus / Reset" Panel ersetzen?

Dann koennte ich unten noch einen grossen Puester reintun.

Klar, neben Umzug etc. pp. ein Haufen Arbeit, aber so schnell verdient man
sich in PY keinen Rechner zusammen.

BTW: Mit dem Umgang von Bohrmaschinen, Metall und Kunststoffen bin ich
vertraut, da sollten "mechanisch" keine groesseren Schwierigkeiten zu
erwarten sein. Nur beim Loetkolben weiss ich manchmal nicht wo das "heisse
Ende" ist. Mit "Drill, Quetsch und Klemm" habe ich normalerweise keine
Probleme.

....und nochmal Danke

Edgar aus PY
 #2  
26.04.2008, 19:56
Martin Draheim
Edgar Warnecke wrote:

> nachdem Ihr mir mit meinen Treibern so nett helft gleich die naechste
> Frage.
>
> Ihr habt mir geraten mein Gehaeuse zu schliessen und auf die
> installierte Luefterleistung zu vertrauen. Bei manchmal 40 Grad +
> wird mir dabei etwas mulmig..., dem Rechner vermutlich auch.


Und wo liegt diese temperatur an? 40 Grad sind aber für fast alle
Baugruppen Werte im grünen bis leicht gelben Bereich.

> Nun habe ich bei der Suche nach meinem Chipsatz und dem Motherboard
> fast den ganzen Rechner zerlegt.


Du hast das Mainboard gesucht? Aufschrauben, reingucken... da ist es.

(Woher eher die Bezeichnung... ;-)

> Dabei fiel mir auf, dass ich vorne,
> unten, so wie von Euch vorgeschlagen, noch einen Luefter einbauen
> koennte, die "Roste" ist vorgesehen.


> "Oben" habe ich noch drei Frontslots frei, die ich momentan nicht
> benoetige. Koennte ich da, notfalls mit Kippschaltern, dass gestylte
> "An / Aus / Reset" Panel ersetzen?


Warum nicht. PS: Wenn die Slots nicht gebraucht werden, verschliesse sie
mit den Blenden.

> Dann koennte ich unten noch einen grossen Puester reintun.


Gibts denn dafür noch eine Vorbereitung?

> Klar, neben Umzug etc. pp. ein Haufen Arbeit, aber so schnell
> verdient man sich in PY keinen Rechner zusammen.


Ich denke ein Lüfter reicht. Bau was ein, guck ob es besser wird. Erst
wenn nicht, schreifst du zu schwerem Werkzeug ;-)
 #3  
26.04.2008, 21:30
Michael Stöhr
"Martin Draheim" <M.Draheim> schrieb:

>Edgar Warnecke wrote:
>
>> nachdem Ihr mir mit meinen Treibern so nett helft gleich die naechste
>> Frage.
>>
>> Ihr habt mir geraten mein Gehaeuse zu schliessen und auf die
>> installierte Luefterleistung zu vertrauen. Bei manchmal 40 Grad +
>> wird mir dabei etwas mulmig..., dem Rechner vermutlich auch.

>
>Und wo liegt diese temperatur an?


Mal wieder ein typischer "Draheim" ;-)

Wie Du sicherlich NICHT gelesen hast, wohnt der OP in Paraguay!
Da sind 40° in der Umgebung fast Standard.

HTH
Micha
 #4  
27.04.2008, 14:07
Martin Draheim
Michael Stöhr wrote:

>>> nachdem Ihr mir mit meinen Treibern so nett helft gleich die
>>> naechste Frage.
>>>
>>> Ihr habt mir geraten mein Gehaeuse zu schliessen und auf die
>>> installierte Luefterleistung zu vertrauen. Bei manchmal 40 Grad +
>>> wird mir dabei etwas mulmig..., dem Rechner vermutlich auch.

>>
>> Und wo liegt diese temperatur an?

>
> Wie Du sicherlich NICHT gelesen hast, wohnt der OP in Paraguay!


Doch. Nur dachte ich, er meinte eine Systemtemperatur.
 #5  
30.04.2008, 14:52
Edgar Warnecke
Am Sun, 27 Apr 2008 15:07:36 +0200 schrieb Martin Draheim:

> Doch. Nur dachte ich, er meinte eine Systemtemperatur.


Was ist das?

Ich kann aus dem BIOS die CPU-Temp auslesen.
Ausserdem habe ich ein mehr oder minder genaues Thermometer mit
Aussenfuehler (am Kabel) was ich in "den Kasten" Stecken kann.

Was ist die Systemtemperatur?

Edg@r
 #6  
01.05.2008, 11:14
Tassilo Schinhammer
> Ich kann aus dem BIOS die CPU-Temp auslesen.
> Ausserdem habe ich ein mehr oder minder genaues Thermometer mit
> Aussenfuehler (am Kabel) was ich in "den Kasten" Stecken kann.
>
> Was ist die Systemtemperatur?


Vorweg: besorg' Dir noch ein Programm, mit dem Du die Temperatur der
Festplatte auslesen kannst.
Zum Beispiel: http://www.hdtune.com/download.html
Die kostenlose Version tut's.
Das Programm kann nebenbei auch ein paar andere nützliche Dinge wie z.B.
den Fehlerspeicher der Platte (Stichwort "SMART") auslesen.

So, nun lies die Temperatur der CPU.

Da der Prozessor nach dem Einschalten auf Dauervollgas geht, solltest Du
nach Aufruf des BIOS und einer Wartezeit von ca. 2 Minuten die
Worst-Case-Temperatur der CPU haben.
Unter WindowsXP, Vista oder Linux wird sie darunter liegen, da diese
Betriebssysteme die CPU bei Inaktivität in eine Halt-Zustand versetzen,
in dem sie viel weniger Strom verbraucht und Wärme entwickelt. Der
Halt-Zustand tritt sehr häufig ein, sodass unter Windows/Linux die CPU
nicht so warm werden dürfte, wie nach ein paar Minutem im BIOS.
Wenn also die BIOS-Anzeige für die Temperatur im Rahmen dessen liegt,
was die CPU verträgt - und das können durchaus 60 oder mehr Grad sein -
ist das schon mal ok. Die genauen Grenzwerte für die CPU sind sehr, sehr
unterschiedlich, teilweise gibt es für denselben Prozessor zwei
Grenzwerte, je nachdem aus welcher Baureihe (Stepping) er stammt. Das
muss Du rausfinden. Soweit ich weiss, vertragen aber alle CPUs
mindestens 50 Grad, jedenfalls wäre mir noch keine untergekommen, die
weniger verträgt.

Dann lies die Festplattentemperatur aus, möglichst nach einiger Zeit der
Benutzung. Die Temperatur ist i.d.R bis 45 Grad unkritisch. Genaueres
weiss das Datenblatt der Platte.

Dann steck diesen Fühler des Thermometers ins Gehäuse, mach' es zu,
boote den Rechner, arbeite damit und warte etwas.
Nach meiner Erfahrung sind diese Fühler recht träge und es dauert etwas,
bis sie sich einpendeln. Sagen wir mal 10 Minuten PC-Betrieb sollten
reichen. Die Anzeige sollte dann möglichst nicht über 35 Grad liegen,
auch wenn die CPU und die Platte im Rahmen dessen liegen, was erlaubt
ist. Im PC sind ja auch Speicherchips, Kondensatoren, ein
CD-/DVD-Laufwerk usw. drin. Und das Netzteil wird auch nicht besser
davon, zu warme Luft durchzublasen.

Wenn Deine Außentemperatur=Zimmertemperatur häufig bei 40 Grad liegt,
wird die Innentemperatur sicher nicht niedriger sein. Das ist nicht gut.
Bei einem gut durchlüfteten PC würde ich 33 Grad Außentemperatur als
oberen Grenzwert ansehen. Mehr verträgt er im Einzelfall und mal für die
eine odere andere Stunde, aber nicht auf Dauer.

Es bringt übrigens nicht notwendigerweise was, möglichst viele Lüfter
einzubauen.
Solche, die in das Gehäuse einblasen, erzeugen erst mal einen Überdruck
und evtl. Luftwirbel im Gehäuse, nicht unbedingt eine Durchlüftung -
wenn ich's mal bizarr überzeichne, sprengt's dir eher den PC als dass es
ihn durchlüftet, wenn der Frontlüfter beliebig stark und die Luftführung
im Gehäuse beliebig schlecht ist.
Genauso erzeugen saugende Lüfter erst mal einen Unterdruck - wenn ich's
wider bizarr überzeichne, schrumpelt dann der PC zusammen wie eine
dünnwandige Getränkeflasche, wenn man dran saugt.
Luftführung ist tendenziell wichtiger als Anzahl und Stärke der Lüfter,
das bedingt freie Luftwege im Gehäuse und man muss darauf achten, dass
die Lüfter nicht konkurrieren (d.h. sich gegenseitig anblasen), sondern
kooperieren; das ist nicht immer einfach.

Und: es gibt bei Computern keine Verdunstungskälte. Chips und
Festplatten schwitzen nicht! Bei Menschen hilft ein Ventilator, weil er
Schweiß verdunstet, was die Haut und damit letztlich den Körper kühlt.
Bei Computern findet sowas einfach nicht statt - es ist im PC niemals
kühler als drumherum, egal welche Luftmengen du wie schnell bewegst.

Wenn's dumm kommt, brauchst Du eine Klimaanlage für den Raum, in dem der
PC steht, denn der beste PC-Lüfter macht die Luft nicht kühler, als sie
um den PC herum ist. Und 40 Grad SIND zuviel, das bringt unabwendbar
Innentemperaturen von über 40 Grad und das brät auf Dauer das Board, die
RAMs usw.

Klimaanlagen sind freilich auch nicht umsonst, das ist mir klar.

Und wenn es nicht nur dumm kommt, sondern ganz dumm, kann es günstiger
sein, öfter mal eine durchgekochte PC-Komponente zu tauschen, als eine
Klimaanlage zu kaufen und zu betreiben.



Ade!
Tassilo
 #7  
01.05.2008, 12:00
Rainer Wahl
Tassilo Schinhammer schrieb am 01 Mai 2008:

> Und: es gibt bei Computern keine Verdunstungskälte. Chips und
> Festplatten schwitzen nicht! Bei Menschen hilft ein Ventilator,
> weil er Schweiß verdunstet, was die Haut und damit letztlich den
> Körper kühlt. Bei Computern findet sowas einfach nicht statt - es
> ist im PC niemals kühler als drumherum, egal welche Luftmengen du
> wie schnell bewegst.


Nur weil gerade der Spieltrieb im Manne erwacht ist - Sinn und Unsinn
dieser Aktion, gerade beim OP, sei einmal dahin gestellt.

Man könnte an die Oberkante des Gehäuses rechts und links ein Röhrchen
befestigen (z.B. mit Schraubschellen). In die Röhrchen hat man einige
Löcher gebohrt auf die Länge gesehen. An die Unterkante des Gehäuses
recht und links eine Art "Regenrinne" bauen. Die Regenrinne verbindet
man jetzt mit einem Schlauch an ein 5/10L Gefäß, welches mit Wasser
gefüllt ist. Dort geht es dann mit einem Schlauch weiter an eine
Aquarienpumpe, welche dann das Wasser oben in die Röhrchen pumpt.

Ergebnis:
Das Wasser fließt an den Seitenwänden des Gehäuses entlang, wird
teilweise verdunsten und die ganze Sache etwas kühlen.

Ob das prinzipiel funktioniert?
Das man das Wasser regelmäßig nachfüllen muß ist klar. Ebenso ein
Wasserwechsel von Zeit zu Zeit mit Reinigung des Wasserkreislaufs.


-=( Rainer )=-
 #8  
01.05.2008, 12:29
Tassilo Schinhammer
>> Und: es gibt bei Computern keine Verdunstungskälte.


> Man könnte an die Oberkante des Gehäuses rechts und links ein Röhrchen
> befestigen ...
> Ergebnis:
> Das Wasser fließt an den Seitenwänden des Gehäuses entlang, wird
> teilweise verdunsten und die ganze Sache etwas kühlen.


:-)))

Immerhin kreativ!


Ich weiss ja nicht, wie die Verhältnisse in Paraguay sind, hier in
Germania würde ich das aber so machen:

1. Am PC vorne/unten ein Luftloch bohren, sofern nicht schon
vorhanden; hinten/oben einen möglichst starken saugenden
Lüfter anbauen, der Luft aus dem Gehäuse nach außen fördert

2. Zu OBI/Praktiker/Hornbach fahren

3. die 189-Euro-Billig-Klimaanlage kaufen

4. Anlage vor dem PC aufbauen und alles so positionieren, dass
die Anlage die kalte Luft aus einem halben Meter Entfernung
direkt an die Front des PC pustet


Das ist zwar ein Brute-Force-Approach... könnte aber funktionieren.


Und damit sich keiner beschwert: TOOM gibt's auch noch.

Und, ja: Rittal, Knürr, APC und Konsorten haben für sowas
perfektionierte Lösungen. Die kosten aber keine 189 Euro ;-)



Ade!
Tassilo
 #9  
02.05.2008, 10:02
Ned Kelly
Michael Stöhr schrieb:

> Mal wieder ein typischer "Draheim" ;-)
>
> Wie Du sicherlich NICHT gelesen hast, wohnt der OP in Paraguay!
> Da sind 40° in der Umgebung fast Standard.


.... und in Deutschland liegt ganzjährig überall Schnee,
standardmäßig.
 #10  
02.05.2008, 10:09
Ned Kelly
Tassilo Schinhammer schrieb:
> Ich weiss ja nicht, wie die Verhältnisse in Paraguay sind, hier in
> Germania würde ich das aber so machen:
>
> 1. Am PC vorne/unten ein Luftloch bohren, sofern nicht schon
> vorhanden; hinten/oben einen möglichst starken saugenden
> Lüfter anbauen, der Luft aus dem Gehäuse nach außen fördert
>
> 2. Zu OBI/Praktiker/Hornbach fahren
>
> 3. die 189-Euro-Billig-Klimaanlage kaufen
>
> 4. Anlage vor dem PC aufbauen und alles so positionieren, dass
> die Anlage die kalte Luft aus einem halben Meter Entfernung
> direkt an die Front des PC pustet


....und nach dem Ausschalten des PCs das Warmföhnen nicht vergessen,
damit an den kälteren teilen nix kondensiert.

> Das ist zwar ein Brute-Force-Approach... könnte aber funktionieren.
>> Und damit sich keiner beschwert: TOOM gibt's auch noch.

>
> Und, ja: Rittal, Knürr, APC und Konsorten haben für sowas
> perfektionierte Lösungen. Die kosten aber keine 189 Euro ;-)


....schon klar. Inklusive der Stromkosten. Und lautlos
ist das Ganze auch.
 #11  
02.05.2008, 10:18
Rainer Wahl
Tassilo Schinhammer schrieb am 01 Mai 2008:

> Das ist zwar ein Brute-Force-Approach... könnte aber
> funktionieren.


Das würde sogar mit Sicherheit funktionieren. Würde allerdings ein
vielfaches meiner Lösung kosten. Sowohl bei der Anschaffung, als in
Betrieb. Und fertig kaufen kann jeder. :-)

> Und damit sich keiner beschwert: TOOM gibt's auch noch.


Und Praktiker, bei dem alles billiger ist, außer Tiernahrung - weil es
da sowieso keine Tiernahrung gibt.


-=( Rainer )=-
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